Mein erster Launch – Dankbar und Stolz

Zitrone
Entrümple deine Kommunikation mit WOW – März 2022

Ich bin stolz und dankbar, dass ich mich der Aufgabe Launchen gestellt habe. Jetzt bin ich so reich an Erfahrungen und Fertigkeiten. Das wird jetzt jedes Mal so. Und das bedeutet, dass ich mir genau das Richtige ausgesucht habe. Dafür möchte ich allen danken, die mir ihre Zeit geschenkt haben. Die mit ihrer Energie den Raum gehalten haben, damit alle in einer wohligen Atmosphäre lernen konnten. Ach, wie sentimental ich beim Schreiben werde. Ich kann alle Oscargewinnerinnen verstehen, die dann in Tränen ausbrechen. Und ja, wir sind die diesjährigen Oscarpreisträger in der Kategorie „Beste Gruppe“.

Dankbar – Ich fange mit mir selbst an.

Meine erste Dankbarkeit gilt mir. Ich bin unfassbar hartnäckig. Das ist ein sehr guter Glaubenssatz, dass es sich auszahlt, dranzubleiben. Das Jahr 2021 war wirklich hart. Ich habe verschiedenste Versuche unternommen, meinen Herzenswunsch Trainerin für Kommunikation online zu werden, umzusetzen. Dabei gab es so einige Verwirrungen und Irrungen. Dass ich daraus gelernt habe, stimmt. So wirklich gebraucht, habe ich es nicht. Ich bin mittlerweile Userin von Facebook, LinkedIn und Co. Ich kann WordPress, Canva und Zoom. Einiges konnte ich vorher schon, wie zum Beispiel Zehn-Finger-Schreiben. Auch das habe ich mir mit einer Hartnäckigkeit selbst beigebracht. Allerdings war es bei weitem nicht so beschwerlich wie Social Media.

Mein nächster Dank richtet sich an meinen Körper. Vielleicht erscheint das ungewöhnlich. Mir ist das wichtig. Ich habe zuerst eine Gallenblase abgegeben. Und in der zweiten Woche des Kurses hat mich das Coronavirus erwischt. Sonst ging es mir gut. Ich habe lange am Computer gesessen und Sport vernachlässigt. Das habe ich mit einer ordentlichen Portion Schokolade ausgeglichen. Und trotzdem fühle ich mich wohl. Das ist für mich nicht selbstverständlich. Ich bin meinem Körper und den damit verbundenen Gedanken, dankbar, dass ich so sein darf.

Dankbar – Social Media kann doch was.

Dankbar bin ich dem Algorithmus. Und ich kann nicht mehr sagen, auf welcher Plattform ich war. In meinen Feed wurde Judith Peters gespült und ihre Jahresrückblog-Challenge. Das war für mich ein Gamechanger. Ich hatte auf einmal Spaß an Social Media. Ich habe vertraut und habe einfach gemacht, was Judith angesagt hat. Ihre Energie ist ansteckend. Und in der Gruppe waren so viele interessante Frauen. Mir war völlig klar, dass will ich weiter haben. Daher habe ich mich angemeldet. Ein ganzes Jahr blogge ich nun in einer Gruppe. Und dafür bin ich dann doch wieder mir dankbar.

Ich frage mich, wie in Jahren diesen grafischen Versuch einstufe.

Dankbar – Es gibt so viel zu lernen.

Judith Peters bin ich dankbar, weil sie alle an ihrem Wissen teilhaben lässt. Ich schätze ihre Großzügigkeit, ihr herzliches Lachen. Ich bin Fan. Zum ersten Mal habe ich erlebt, dass jemand im Business sagt und lebt, das Teilen und Vernetzen alle bereichert. Und sie teilt mit allen, dass ihr Coach Sigrun ist. Nach Weihnachten gab es zwölf Masterclasses. Und ich habe Wissen gesammelt und wieder interessante Frauen kennengelernt. Ich habe überlegt und mich gegen eine offizielle teilnahme entschieden. Statt dessen folgte ich den anderen Frauen auf ihrer Reise, mit einer Woche Abstand. Zu dieser Zeit habe ich mich mit Martina Faust ausgetauscht. Und ich bin ihr dankbar, dass sie eine Checkliste mit mir geteilt hat. Diese habe ich in meinen Kalender eingetragen und abgearbeitet.

Da ich ja genau beobachten wollte, was zu tun ist, habe ich mich in drei Kurse eingetragen. Ich bin Kerstin Sönnichsen, Ingrid Mader und Nicole Gerstner dankbar. Als Zaungast habe ich gestaunt, was sie auf die Beine stellen. Mein Highlight aber ist Elma Esrig. Sie bietet einen Kurs an, wie ich Vorträge lebendig gestalten kann, sodass jeder Zuhörer in den Bann gezogen wird. Nachdem ich jahrelang Fachliteratur gelesen habe, war dieser Kurs so anregend. Elma kann jeden Satz, jede Wendung in einem Vortrag verstehen, den Gedankengang dahinter erklären und zu einem Erlebnis machen. Mein Lernerfolg war, dass ich endlich die Zeit zwischen Wörtern, Sätzen und Absätzen benennen kann: Es sind Zäsuren. Und in diesen scheinbaren Pausen passiert so viel. Es sind Wendepunkte. Darüber huscht frau nicht hinweg! Vielleicht kannst du langsam. Für mich ist das schwierig. Und ich bin dankbar, mir jetzt darüber im klaren zu sein.

Dankbar – Vertrau dem Prozess

Im Ablauf ist klar strukturiert, dass ich zuerst Einzelgespräche führe, dann mein Kursprogramm aufstelle und loslege, ohne dass alles wirklich steht. Improvisieren mache ich wirklich gerne. Ich liebe es, Checklisten abzuarbeiten. Und da ich ja überall herumerzählt habe, dass ich einen Kurs anbiete, habe ich alle Hemmungen fallen lassen und Gespräche angeboten. Und es war so toll. Danach steht die Aufgabe an, den Kurs zu planen und einfach loszulegen. An mancher Stelle kann ich selbst sehen, dass der Kurs wohl mit einer zu heißen Nadel gestrickt wurde (ich sollte unbedingt herausfinden, weshalb das so heißt). Es bedeutet für mich, dass ich wirklich ins Tun gekommen bin. Das finde ich fantastisch. Ich schaue auf das Ergebnis und bin stolz. Anderseits gibt es einiges Potenzial für Verbesserung. Und dafür bin ich auch dankbar. Ich kann mir nicht vorstellen, einfach dasselbe nochmal zu machen.

Der Impuls, einen Rückblick zu schreiben, sich selbst zu reflektieren, ist Teil des Prozesses. Ich komme in so eine positive Stimmung. Es ist eine fantastische Zeit und ich möchte wieder launchen. Das nehme ich mit und dieser Optimismus trägt mich.

Dankbar – Es gibt kein Scheitern.

Es hat mich aus der Bahn geworfen, dass nicht alle einfach in die Facebook-Gruppe hüpfen. Ich hatte ein bisschen Erfahrung mit Slack. Daher habe ich dieses Tool gewählt. Eine Rückmeldung der Teilnehmerinnen von Slack war, dass es zu viele Mails sind. Ich bin mir überhaupt nicht sicher, was ich davon halten soll. Ich würde es nicht noch einmal so machen. Meine Konzentration geht auf genau eine Sache. Die Behauptung von Multitasking bei Frauen ist für mich eine Urbane Legende. Ich kann mich nur auf eine Sache konzentrieren. Für diese Erkenntnis bin ich dankbar.

Ich habe festgestellt, dass ich mir schwertue, wenn ich Termine und Uhrzeiten festlegen soll. Jede Auswahl bedeutet, dass ich zu der Zeit nichts anderes machen kann oder dass eine Person ausgeschlossen ist. Das führt dazu, dass ich einfach erstarre. Daher bin ich dankbar, dass ein Zeitraster vorgegeben ist. Es ist einfach vorgegeben, dass montags Aufgaben verkündet werden und donnerstags dazu Fragen gestellt werden können oder eben der Live-Call so stattfindet, wie es mir gefällt. Das war sicherlich der Push, dass ich starten konnte. Bei den Terminen für Folgeangebote bin ich dann entsprechend ins Straucheln gekommen. Für die nächst Übungsgruppe habe ich damit das Thema schon gesammelt.

Fette Beute: während der 4-Wochen sollte auch eine Schublade in der Küche entrümpelt werden. Ich bin an meiner Schublade ein bisschen verzweifelt. Thomas war z. B. der Meinung, die Spritze soll wieder rein!

Dankbar – Menschen sind so genial.

Mein Dank gilt all den Menschen, die meinen Fragebogen ausgefüllt haben. Ich war so überrascht und freue mich immer noch daran, dass über 50 Menschen mir ihre Zeit geschenkt haben. Das ist so viel wert. Ich habe erlebt, wie Freunde sich bemühen, mich durch ihr Feedback zu unterstützen. Ich bin mit einigen wieder enger verbunden. Das ist wirklich schön. Und dazu kommen noch Menschen, die einfach so in mein Leben getreten sind. Sie bereichern mich. Ich hoffe, ich konnte allen etwas zurückgeben.

Vor dem Start habe ich mit einigen Frauen 1:1 Gespräch geführt. Ich habe so viel gelernt. Mir ist soviel Vertrauen entgegengebracht worden. Und ich bin davon begeistert, dass ich Nähe und Berührtsein spüren kann über das Medium Computer. Inspirierend war das Gespräch mit Alexandra von Aschoff. Sie ist Lehrerin für Kampfkunst und im Gespräch haben wir ergründet, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Kommunikation und der Art wie wir kämpfen.

Dankbar bin ich Thomas Borel. Er ist mein Partner und wenn die Technik nicht will, dann ist er der Erste, der es lautstark hören darf. Ich habe gelernt, dass es mit Ruhe besser funktioniert. Und ich freue mich so, wenn wir dann eine Herausforderung meistern. Was ich wirklich interessant finde, ist, dass dann schon wieder die nächste Herausforderung um die Ecke biegt.

Dankbar – Alles ist anders als ich denke und das ist gut so.

Das erste Aha-Erlebnis. Für meinen Kurs haben sich Männer angemeldet. Ich gebe zu, das war unerwartet. Und dann habe ich es verstanden: Natascha hat sie angeworben. Und ich möchte mich herzliche für deine Unterstützung bedanken. Du hast mir vertraut und daher so viele tolle Menschen für den Kurs angeworben.

Montag, 28. Februar 2022 um sieben Uhr bin ich zum ersten Mal auf Facebook live gegangen. Mein Kurs „Entrümple deine Kommunikation mit WOW“ startete. Ich hatte die Uhrzeit so gewählt, dass ich fast sicher sein konnte, dass ich da alleine abhänge, mein Sätzlein sage und wieder abtauche. Mit Max (Name von der Redaktion geändert) hatte ich wirklich nicht gerechnet. Statt wie erwartet in mein Gesicht zu schauen – so hatte ich es ja den ganzen Sonntag geübt – schaute mich ein fremder Mensch an, lachte freundlich und war sichtlich interessiert. Das hat mich umgehauen. Wenn ich daran denke, verzieht sich mein Gesicht zu einem breiten Grinsen. Ich war tatsächlich mit der Idee gestartet, ich hätte alles unter Kontrolle.

Und dann kam Marc Ferdinand Körner einfach vorbei. Er hat seine Kamera und sein Mikrofon bei mir aufgebaut. Dann verschwand er wieder. Und dabei war es ein Versehen, dass ich das Video mit der ganzen Welt geteilt habe, statt in der Gruppe. Das beweist mir, dass wirklich jeder vermeintliche Fehler zu etwas gut ist. Und ich versuche tatsächlich milder mit mir und anderen zu sein.

Fazit

Ich habe eine aufregende und lehrreiche Zeit erlebt. Es ist unfassbar, wie schnell ich Dinge als gegeben annehme. Und ich freue mich, dass ich mir heute die Zeit genommen habe, alles nochmal Revue passieren zu lassen. Es ist für die Abschlussparty eine gute Vorbereitung. Hier sitze ich nun, die PowerPoint ist vorbereitet, Termine für Basisseminar und Workshop stehen. Ich bin erstaunt und stolz, dass ich hierhin gekommen bin. Und ich traue mich und biete auch etwas vor Ort an. Das, was ich wirklich am meisten zurückgewonnen habe und was ich aus diesen 6 Wochen mitnehme, ist eine unbändige Freude an dem, was ich tue. Und eine große Freude darauf, was noch kommen wird. Es ist gar nicht mehr so wichtig, wie die Zahlen aussehen und wann das Business startet. Der Spaß hat angefangen. Die Lust auf Kontakte ist wieder da.

Fest vorgenommen habe ich mir, das Prinzip der Langsamkeit mehr in mein Tun einsickern zu lassen. Da bringe ich mich selbst ins Stolpern. Ich bin davon ausgegangen, dass ich gerne auf der Bühne bin. Doch wenn ich da sitze, dann bin ich ganz schnell wieder dabei, sie zu verlassen. Wie schön, diese Erkenntnis mitzunehmen. Und ich habe festgestellt, dass alle anderen es gar nicht so empfunden haben. Da bin ich wieder ganz bei meinem Lieblingsthema: Geschichten, die ich mir selbst erzähle. Und trotzdem wünsche ich mir mehr innere Gelassenheit und bin mir sicher, auch dahin werde ich noch kommen.


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