Jahresrückblick 2022 – Krasser Sch**

Mein Jahresrückblick 2022 ist krasser Sch**. So ein unfassbares Jahr. Ich war unterwegs und habe die Welt gesehen. Neukirch am Großvenediger, Altmühltal, Olching, Frankfurt, Kassel, Wiesbaden, Singapur, Kuala Lumpur, Düsseldorf. Davon handelt dieser Jahresrückblick nicht. Schließlich bin ich Kommunikationstrainerin und keine Reise-Influencerin. Ich schreibe über meine Lernkurve, Neuland und Demenzprophylaxe durch Online-Business. 2022 ist das Jahr mit meiner steilsten Lernkurve. Es gibt nichts, was so schnell und so flott die grauen Zellen zum Denken bringt, wie der Versuch zu verstehen, wie ein Zap gesetzt wird, warum der tag im Newsletter nicht funktioniert oder wie ich einen Ankerlink setze. Deshalb feiere ich all die Frauen, die ich im letzten Jahr kennengelernt habe. Besonders weil mir jetzt klar ist, welche Energieleistung es ist, am Traum festzuhalten, sich selbst zu motivieren, Irrungen und Wirrungen zu überstehen und sich selbst auszurichten.

Ich bin dankbar für eine erfüllte Partnerschaft. Die Veränderungen in einer Patchworkfamilie nehmen wir gemeinsam mit Verständnis und Vertrauen. Langjährige Freundinnen begleiten uns dabei. Ich fühle mich fit und genieße meinen Körper. So wird der Verlust einer Gallenblase ein kleines Ereignis, dass nur am Rande Platz hat. Ich nehme mich wichtig und lerne meine Glaubenssätze schneller zu erkennen.

Von all dem will ich 2023 mehr. Ich freue mich darauf. 😂


Das waren meine Ziele 2022 – und was daraus geworden ist

  • Ich mache mich sichtbar: Ich starte jetzt mit Angeboten durch. Meine Leidenschaft ist Gruppe. Ich mache Gruppe. ✅ Im März hatte ich meine erste Onlinegruppe. Und im Dezember habe ich einen Raum für Live-Gruppen gefunden.
  • Ich wachse organisch: Ich gehe jetzt raus auf die Straße, hier vor Ort und begeistere Menschen von meinem Angebot. Ich habe mich 2021 in Social Media versteckt. Das wird sich ändern. ✅ Jetzt ziert ein Schild „Jutta Büttner Coaching“ unsere Hauswand. Ich habe in Heilbronn einen Vortrag gehalten.
  • Ich genieße mein Team: Ich habe einen zuverlässigen und sympathischen Menschen an meiner Seite und das genieße ich 2022 in vollen Zügen. ✅ Ich genieße die vorbehaltlose Unterstützung.
  • Ich lebe meine Träume und kaufe ein Eigentum: Ich bin verantwortlich, nicht nur für mich und meine Familie. Es gibt Menschen, die Unterstützung brauchen. Ich kaufe eine Wohnung und vermiete es an Menschen mit mentaler Beeinträchtigung. ❎ Das ist gerade nicht dran. Sonst werden es zu viele Baustellen.
  • Ich lasse mich zertifizieren als Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation: es ist gut, Teil einer Gemeinschaft zu sein ✅ Im letzten Monat schaffe ich es, meine Zertifizierung anzustoßen. ❎ Zertifiziert bin ich (noch) nicht.
  • Ich sorge für meine Gesundheit: Ich mache regelmäßig Sport und achte darauf, was ich esse. Genauer gesagt, täglich Bewegung und keine Chips und Schokolade ❎ Nope, ich liebe Chips und Schokolade. Für 2023 brauche ich eine andere Idee. Mit Chips und Schokolade gesund leben?
  • Ich mache eine Sport-Gewaltfreie-Kommunikations-Challenge: Heute bin ich motiviert ❎ Da hätte ich immer noch Lust drauf, gemacht habe ich es eindeutig nicht.
  • Ich mache mehr Fotos: Beim Jahresrückblick ist mir aufgefallen, dass ich viel zu oft vergessen habe, auf den Auslöser zu drücken. ❎✅ Ich habe mehr Fotos gemacht. Und ich habe verstanden, wie ein gutes Foto gemacht werden könnte. Zufrieden bin ich noch nicht.
  • Mein Motto für das Jahr 2022 lautet: Geh raus und mach dein Angebot! Ein „Nein“ hast du schon, du kannst ein „Ja“ gewinnen! ❎✅ Ich habe Angebote gemacht, aber nicht so richtig. Interessanterweise hat meine Internetseite für mich Kunden gewonnen.

Mein Jahresrückblick 2022

Feuerrituale (Raunächte, Mutter-Erde-Ritual)

Das Jahr endet mit den Raunächten. Dazu gibt es eine Legende. Du schreibst vor Weihnachten 13 Wünsche auf 13 Zettel. Der beste Tag dafür ist der 21. Dezember. Falte diese Zettel zusammen und mische sie gut durch. In den Nächten vom 25.12. – 05.01. ziehst du jeweils einen der Zettel und verbrennst ihn. Um diese Wünsche kümmert sich das Universum. Übrig bleibt ein Wunsch. Um diesen darfst du dich selbst kümmern. Genau mit diesem Feuerritual sind wir in das neue Jahr gestartet. Unerwarteterweise hat sich meine Tochter freudig daran beteiligt. Es ist also familientauglich. Den Zettel mit dem letzten Wunsch habe ich noch. So ganz hat er sich nicht erfüllt. Ich wollte meinen ersten Onlinekurs mit einer Challenge launchen und 100 Leute machen mit. Was sich erfüllt hat? Ich habe einen Onlinekurs gelauncht und durchgezogen. 35 Menschen haben mitgemacht. Das finde ich sehr beachtlich.

Im September: Anderer Ort, andere Menschen. Gemeinsam stehen wir um das Feuer, singen und trommeln. Das ganze dauert über eine Stunde, bis das Holz so heruntergebrannt ist, dass wir unsere Wünsche Mutter Erde überreichen können. Ich bin ganz ergriffen. Normalerweise bin ich nach kurzer Zeit durch mit Singen. Doch hier ist es etwas anderes. Es werden die immer gleichen Zeilen gesungen. Gabi trommelt dazu. Es ist magisch. Verneigen, sich bedanken und in das Feuer pusten und den selbst gesuchten, vielleicht auch geschmückten Stock gemeinsam mit dem Wunsch dem Feuer übergeben. In meiner Glückseligkeit habe ich nicht aufgepasst und mein Nebensinger hat meinen Stock – schwupp – geopfert. Mutter Erde wird in ihrer Weisheit entscheiden, wie sie mit diesem Missgeschick umgeht.

Wenn das für dich zu esoterisch wirkt, dann bleibt noch das dritte Feuerritual. Am Abend nach Silvester treffen wir uns mit Freunden und es gibt Feuerzangenbowle. Gerne kannst du dazu noch den Klassiker mit Heinz Rühmann schauen (in meiner Zeit in Tübingen wurde der Film öffentlich gezeigt und gefeiert).

In der Ferienwohnung in Neukirch am Großvenediger zelebrieren wir mit Freunden die Feuerzangenbowle.

Schluss mit Online-Frust, meine Lust am Bloggen

Um das Online-Business zu starten, bieten sich unterschiedlichste Coaches und Unterstützer an. Und irgendwo da tauchte Judith Peters und ihre Content Society auf. Hals über Kopf habe ich in der ersten Januarwoche gebucht. Meine definitiv beste Entscheidung 2022. The content society hält, was sie verspricht. Es ist ein Netz von (bisher) Frauen, die bloggen, einander zu Wachstum verhelfen und sich vorbehaltlos fördern. Als Judith und ihr Team im November von Meta gelöscht wurden, hat das gesamte Netzwerk sie unterstützt. Jede Woche kann ich meine Texte dort vorstellen und bekomme Rückmeldung. Dafür gebe ich auf andere Texte Feedback. Wahrscheinlich hätte ich mich nicht mit den Themen wie z. B. Rechtschreibung, Human Design oder Singen beschäftigt. Mein Wissen wächst also nicht nur im technischen Bereich, sondern auch inhaltlich. Ich habe nun ein Netzwerk über ganz Deutschland verteilt. Das ist herrlich.

Mir ist mittlerweile klar, dass nicht alle Menschen gerne Texte schreiben. Und wenn sie sie geschrieben haben, dann auch noch veröffentlichen. Mir fällt das Schreiben leicht. Ich habe Spass beim Schreiben. Mein Newsletter fließt mir aus den Fingern. Das genieße ich. Bei anderen Texten übe ich noch fleißig. Zu meinem Leidwesen braucht jeder Blogartikel mindestens ein Foto. Ich kann gar nicht nachvollziehen, weshalb ich einfach keine Fotos mache. Am Ende des Tages gibt es kein Foto. Mein Leben ist bunt und so vielseitig. Und dann habe ich einfach wieder verpasst, auf den Auslöser zu drücken. Immerhin habe ich mich bemüht und 12-mal »12 von 12« veröffentlicht. Das ist ein Format, an dem ich meinen Tag in Bildern dokumentiere. Was gehört noch zum Bloggen dazu? Monatsrückblicke. Ich liebe mein Erfolgstagebuch. Hier also meine Prognose für 2023: Ich werde bloggen.

Judith Peters und ich beim ersten Live-Treffen der Content Society 2022 in Stuttgart. Davon hätte ich gerne mehr.
Silke Schwertfeger und ich am Deutschen Schulleiterkongress in Düsseldorf. Ich hatte in der Society geschrieben, dass ich einen Vortrag halte. Es war klar, dass eine meiner Kolleginnen da sein wird

Ein Loblied auf all die Frauen, die mich 2022 inspiriert haben

Um mein Online-Businnes so richtig in Schwung zu bringen, habe ich genetzwerkt und persönliche Kooperationen gesucht. Mit Kerstin Schopp habe ich mich in Heilbronn getroffen. Es war großartig wie Businessfrauen gemeinsam im Cafe die eigenen Erfolge zu besprechen. Mit Judith Peters bin ich in mein Bloggerjahr gestartet. Dann hatte ich die Idee, ein Gruppenangebot nach dem System von Sigrun zu launchen. Ich habe Martina Faust kennengelernt. Sie hat mir den einen oder anderen Hinweis gegeben. Den Rest habe ich mir angeschaut, in dem ich mich in Kurse eingeschrieben habe. Einer der Kurse war von Elma Esrig. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich total angefixt werde, eine präsente Vortragsrednerin zu werden. Und so habe ich nicht nur den ersten Kurs gebucht, bin nach Passau gefahren, habe mit den Pferden trainiert, den nächsten Kurs besucht, sondern auch verschiedene Interviews mit ihr geführt.

Beobachtet habe ich Kerstin Sönnichsen und ihren Launch. Benötigst du Wissen zum Fotografieren, bist du bei ihr wirklich richtig. Über meine Business-Coaches „Die Pinatas“ habe ich Uli Gagel-Petereit kennengelernt. Wir treffen uns montagmittags mit weiteren Kolleginnen und unterstützen einander mit Social Media Wissen. Und dann gibt es noch Silke Geissen. Sie ist Coach und ich liebe ihre Stimme. Es gibt Verbindungen, die ich fühle. Mal sehen, wohin es uns führt. Gibt es auch Menschen außerhalb der Social Media Blase? Da sind meine Kolleginnen Gabi Wörmann und Angela Ebmeyer. Unsere gemeinsame Leidenschaft ist Gewaltfreie Kommunikation. An unserer Kooperation schrauben wir noch. Mein Lieblingsnewsletter kommt von Anja Palitza. Im Newsletter 571 hat sie meinen Erfahrungsbericht, wie Kindergruppen wertschätzend und gewaltfrei geführt werden können, abgedruckt.

Es hat mir viel Spaß gemacht, alle Menschen zusammenzutragen. Stück für Stück wird es ein Netzwerk, das uns trägt und mit dem wir tatsächlich unsere Ideen und Missionen in die Welt bringen können.

Unsere Verbindung steht. Zusammen werden wir 2023 unsere Anerkennung anstreben.

Hier stehe ich im Business-Abenteuer

Ich könnte auf mein Business schauen und mich zurücklehnen. Wöchentlich schreibe ich einen Newsletter. Ich habe einen Kurs entwickelt, gelauncht und durchgeführt. Mein erstes Freebie ist entstanden. EinzelkundInnen und Familien durfte ich begleiten. Die Workshopserie in einer Schule war bereichernd. Dazu kommen noch 3 Vorträge, 104 Blogbeiträge, 190 Instagrambeiträge und ein bisschen was auf LinkedIn und Pinterest. Die Zeichen stehen auf Wachstum. Was jetzt gefragt ist, ist dranbleiben und geduldig auf die Ernte warten. Und genau da liegt die wirkliche Herausforderung für mich. Dieses Jahr durfte ich einen wichtigen Glaubenssatz von mir erforschen. Bin ich, so wie ich bin, genug oder ist es notwendig, dass ich etwas Besonderes tue, etwas Herausragendes. Kann ich ein Angebot machen, dass „einfach“ nur Einführungsseminar für Gewaltfreie Kommunikation ist oder braucht es noch TamTam und Glitzer? Mit der Antwort auf diese Frage verändert sich meine Herangehensweise an meine Selbstständigkeit.

Im Laufe des Jahres habe ich die Entscheidung getroffen, dass es noch nicht so weit ist, dass ich die Arbeit in der LebensWerkstatt an den Nagel hänge. Ich erlebe mich viel stärker als festangestellte Trainerin. Das wäre dann doch ein Alleinstellungsmerkmal. Insgesamt werde ich meine angestellte Tätigkeit mehr in Richtung Gewaltfreie Kommunikation ausrichten.

Wie sinnig ist der Kampf gegen Fake-Follower?

Seit ich auf Instagram sichtbar bin, gibt es Menschen oder Bots, die Follower werden ohne Interesse an meinen Inhalten. Meist sind es Männer, die vor Yachten posieren oder Piloten, Chirurgen oder Militärangehörige sind. Ich habe das beobachtet und mich gewundert. Es sieht auf den ersten Blick sehr cool aus, so viele Follower zu haben. Auf den zweiten Blick ist es schräg, dann ich erhalte von einigen dieser Follower anfragen. Das hat mich genervt und meine erste Reaktion war, diese Follower zu entfernen. Und da ich ja zu Radikalität neige, habe ich 100 Follower an einem Tag gelöscht. Das ist für den Algorithmus ein Problem. Denn er versteht natürlich nicht, weshalb ich Follower entferne. Das Ergebnis war ernüchternd. Weniger Follower und mein Content wurde nicht mehr ausgespielt. Im November dann ein Geheimtipp aus der Community: Setze für bestimmte Länder das Alter des Followers auf über 18 Jahre. So werde ich die Bots los. Tatsächlich scheint es so zu sein, dass ein Teil abgehalten wird. Ich lösche nur noch 1-2 Follower pro Tag.

Meine neue Leidenschaft ist, dass ich statt löschen Follower blockiere. Das erscheint dem Algorithmus nachvollziehbarer. Daher blockiere ich fleißig täglich Menschen oder Maschinen, die mir folgen und von denen ich annehme, dass sie überhaupt keine Ahnung haben, was ich tue. Ein mühsames Geschäft, das mich immer wieder mit der Frage konfrontiert: Bin ich mir ganz sicher, dass es ein Bot ist oder ein Follower, der auf der Suche nach Frauen ist, die einsam sind und sich angesprochen fühlen? Wie viel Rassismus und Vorurteile stecken darin, den Blockieren-Button zu drücken? Könnte es nicht doch sein, dass er der deutschen Sprache mächtig ist? Und genau dann, wenn ich mich selbst weichkoche und zugebe, dass ich es nicht wissen kann, den Follower Follower sein lasse, erhalte ich die Nachricht: „Selamat pagi nyonya 🙏🙏🙏“

Blogge ich oder blockiere ich?

So trainiere ich meinen Empathiemuskel.

Empathie ist ein Muskel. Wenn ich meine Empathiefähigkeit trainiere, dann fällt es mir leichter auch in schwierigen Situationen Empathie zu zeigen. Bedeutsam ist, besonders die Empathie für mich selbst zu trainieren. Die Kunst im Konflikt in Verbindung mit sich selbst zu bleiben, ist lernbar – eben Training. Dazu geht der Mensch in Übungsgruppen oder Dyaden-Meditationen. Meine Gruppe sind die Eichhörnchen: Jana Stiglbauer, Aude Neugebauer, ich und Máté Matolcsi. 2022 gab es das erste selbstorganisierte Offline-Treffen in Heilbronn. Gemeinsam haben wir Kranke gepflegt, Glaubenssätze aufgelöst, gespielt und geklettert. In einer Atmosphäre des Vertrauens ist alles möglich, besonders das Training des (Selbst)-Empathiemuskels.

Aus meiner Kindheit habe ich die Schlussfolgerung gezogen, dass ich nicht richtig bin, nicht genug bin und nicht so wichtig bin. Und dass ich mich wahnsinnig anstrengen muss, um dazuzugehören. So ein bisschen der Satz: Umsonst gibt es nichts. Wenn du dich wiedererkennst, dann lass dir gesagt sein, dass diese Schlussfolgerungen für Kinder nahe liegen. [Einschub: Es geht hier nicht um Schuld. Es sind alles meine Schlussfolgerungen aus Erlebnissen, die mit meiner damals geringen Lebenserfahrung getroffen wurden.] Zu einem bestimmten Zeitpunkt waren diese Schlussfolgerungen hilfreich. Jetzt brauche ich sie nicht mehr. Leider reicht es manchmal nicht, die Schlussfolgerung mit der Realität abzugleichen und so wieder klar zu sehen, dass ich mich verirrt habe. Immer wieder grätschen mir diese Schlussfolgerungen dazwischen. Dann denke ich an die Eichhörnchen. Sie sind mir einfach geschenkt worden. Das berührt mich. Es ist gleichgültig, ob ich mich anstrenge oder einfach nur bin. Ich bin willkommen. Bereits im November haben wir einen Termin für 2023 vereinbart. Unsere Verbindung geht weiter.

So sieht ein Tanzparkett aus, mit dem Glaubenssätze aufgelöst werden.

Tada: Ich bin Assistentin der Trainerausbildung 2022

Am letzten Tag TrainerInnenausbildung von Esther Gerdts und Frank Gaschler 2021 bin ich über mich hinaus gewachsen. Trotz der Möglichkeit ein Nein zu bekommen, frage ich mutig, ob ich im nächste Jahrestraining 2022 assistieren kann. Ich gewinne ein JA. Statt Assistenz für das Jahrestraining ist es die Assistenz der Trainerausbildung geworden. Beim Lesen meines Jahresrückblicks 2021 ist mir aufgefallen, dass ich nicht erwähne, dass ich Trainer-Assistentin werde. Ehrlicherweise: Ich war ich mir nicht so sicher, ob ich träume oder ob es wirklich Wirklichkeit wird. Prompt war ich am ersten Tag nicht dabei. Corona wollte mir einen Strich durch die Rechnung machen. Daher konnte ich erst am 2. Tag zum Trainerteam dazu stoßen. Ich feiere die Entwicklung, die ich dann machen durfte.

Erst in der Assistenz ist mir klar geworden, dass ich schon Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation bin. In einem Trainerteam läuft nicht alles glatt. Wenn der Stresspegel steigt, verändert sich auch hier die Kommunikation. Ich danke Frank, Hans-Jürgen und Annette für die Möglichkeit durch die Konflikte zu wachsen. Im Nachhinein bin ich selbst erstaunt, wie viel ich mich selbst zurückgehalten habe, mein Angebot zu machen, durch die Definition: Trainerin ist nur, wer sich selbstständig am Markt behauptet. Und mit dieser Erkenntnis bin ich neu gestartet. Jetzt gibt es eine Workshopreihe, die ich in der LebensWerkstatt anbiete. Adultismus, Wertschätzung vs. Lob und Streitschlichtung.

Wir können Party. Direkt danach geht es zum Sektempfang, Dinner und Show-Abend.

Das ist Patchwork

Für alle Menschen, die zu einer Familie gehören, ist die Trennung der Eltern und die daraus erwachsenen Herausforderungen anstrengend. Es gibt die Eltern, und die neuen Partner. Ständig ist das System in Bewegung und gleichzeitig verändert man sich selbst. Aus Kindern werden Jugendliche und junge Erwachsene. Sie tragen ihr Päckchen. Wahrscheinlich sind sie durch die Trennung und die Gespräche, Streitereien verletzt worden. Das bedaure ich sehr. Es ist eine herausfordernde Aufgabe, nicht Schuld zu suchen. Jugendliche ziehen aus und wieder ein. Andere ziehen ein und wieder aus. Es schmerzt. Es ist möglich, sich anderen zu zeigen in diesem Schmerz. Ich habe beschlossen, mich berühren zu lassen. Ich zeige mich verletzlich. Es ist die Aufgabe der gekränkten Person, loszulassen und die Situation, in der man gekränkt wurde, anders zu betrachten. Es ist eine aktive Entscheidung, mit den Vorwürfen aufzuhören.

Wenn es dir so geht, dass es Missverständnisse und Konflikte gibt, dann braucht es die Entscheidung, sein Angebot zu machen. „Liebe heißt freilassen. Ich verstehe nicht, was du tust. Du könntest es mir erklären und ich wäre nicht in der Lage, es zu verstehen. Gleichzeitig wünsche ich dir, dass du heilst. Genauso, wie ich mir selbst erlaube, zu heilen. Es ist eine große Klarheit, dass ich nicht verantwortlich bin für deine Gefühle. Es ist deine Entscheidung. Ich stehe hier und warte. Solltest du dich neu entscheiden, dann bin ich da. Und es gibt einen großen Optimismus, dass du dich neu entscheiden wirst. Wir haben eine gemeinsame Vergangenheit und Zukunft. Ich sehe dich und feiere, was für ein grandioser Mensch du geworden bist. Jetzt lasse ich los.“

Gerade war mein Herz noch schwer, da bekomme ich von meinen Eltern eine Mail. Mein Herz hüpft. Wenn ich mich veränder und mich weiterentwickle, dann verändert sich alles.

Während ich hier schreibe und traurig auf meine Patchwork-Familie schaue, bekomme ich diese Mail. Ich bin berührt.

Meine zweite MitarbeiterIn, die Reinigungskraft, eine Sonde auf ihrem eigenen Kurs

Als die Kinder klein waren, hatte ich verschiedene Hilfen. Legendär ist Frau Körner. Sie hat freitags den Haushalt gerockt, gekocht und die Kinder nach der Schule in Empfang genommen. Aus Altersgründen hat Frau Körner uns verlassen. Es kamen verschiedene Reinigungsfirmen wie Die Perle und Teresa Romba. Die verschiedenen Regelungen durch Corona haben dazu geführt, dass wir keine Reinigung mehr in Anspruch genommen haben. Und jetzt, Herbst 2022, habe ich beschlossen, dass ich es mir wert bin. Damit löse ich mein Problem, dass ich keine Lust habe, meine Zeit mit Putzen zu verbringen. Es ergibt sich ein völlig anderes, neues Problem. Wie bekomme ich die Reinigungskraft dazu, das zu tun, was ich mir vorstelle. Denn obwohl ich genau meine Idee formuliert habe, hat sie dann völlig andere Dinge getan.

Dabei geht es um so Handlungen, wie den Badspiegel nicht nur außen, sondern auch innen abzuwischen. Als Nicht-Fachkraft dachte ich, wenn sie den Lappen in der Hand hat, könnte das doch ein leichtes sein. Mein erster Versuch war, es, an die anderen Haushaltsmitglieder zu delegieren. Da die Jugendlichen entweder ein freies Jahr nach dem Abitur nehmen oder in den Ferien vormittags zu Hause sind, fand ich die Idee angemessen. Das hat überhaupt nicht funktioniert. Sie ist unbeeindruckt. Der Spiegel wird nur außen abgewischt. Mein jetziger Versuch ist, sie über eine Liste, auf der sie ankreuzt oder abhakt, was sie gemacht hat, dahin zu leiten, was sie tun soll. Das hat sie verwirrt oder ihre Selbstbestimmung erweckt. Sie hat nicht nur die Aufgabe Spiegel gestrichen, sondern auch die gesamte Gästetoilette in ihrem traurigen Zustand gelassen. Auf dem Zettel fand sich der Hinweis, wie eine Fruchtfliegenfalle gebaut werden könnte. Ich arbeite daran. Denn ich bin der festen Überzeugung, wer seine Sekretärin und seine Reinigungskraft führen kann, der kann seine Selbstständigkeit ganz groß aufziehen.


Meine 5 liebsten eigenen Blogartikel

2022 ist das erste Jahr in meinem Blogabenteuer. Schon kann ich zwischen 102 Artikel wählen, davon 12 Rückblicke, 12 Fototagebücher, 36 Zitat-Interpretationen und sage und schreibe 42 Blog-Artikeln. Die Auswahl fällt schwer, daher hier nun meine persönliche Empfehlung.

1. Was ist der Unterschied zwischen Wut und Ärger? Diese Schlüsselunterscheidung hilft dir im Alltag handlungsfähig zu bleiben. Wenn der Ärger dich öfter schüttelt, dann ist der Artikel genau der richtige für dich. Und ich möchte daran erinnern, dass Wut auf keinen Fall die Steigerung des Ärgers ist. Das Thema Wut und Ärger ist für mich wichtig. Lange Zeit habe ich meine Wutkraft verleugnet. Ich feiere hier neue Wege zu gehen.

2. PerfektioNICHTSmuss: Angeschubst durch die Blogdekade 10 Artikel in 10 Tagen mit Franziska Blickle habe ich meinen ersten kurzen Artikel geschrieben. Trotzdem ist er inhaltlich so lesenswert. Falls du mit dem Geist der Perfektion kämpfst, dann ist er genau das richtige für dich. Lass los und sei un-perfekt.

3. Ich bin verliebt in meinen Aprilscherz. Das Empathie-Team: Giraffe, Wal, Panda und Ameise. Eine fantastische Gruppe, die sich für Frieden und Wertschätzung in der Welt einsetzt. Ich habe sogar das Team gezeichnet. Zwischendurch hatte ich die Idee, ob es überhaupt kein Scherz ist, sondern eine tatsächlich eine unfassbar sinnvolle Weiterentwicklung der Gewaltfreien Kommunikation. Schön wäre es schon, statt Einzelkämpferin ein Team zu haben.

Giraffe Wal Panda Ameise
Ich habe mich selbst übertroffen und das Team visualisiert.

4. Lass uns über Gewalt sprechen: Kriegsenkel:In: Angeregt durch eine Blogparade von Iris Wangermann beschäftige ich mich mit meiner Kindheit. Lange schon hat es mich beschäftigt, weshalb ich meinen eigenen Wahrnehmungen misstraue. Sagt jemand zu mir: „Das war gar nicht so. Das hast du ganz falsch verstanden.“ triggert mich das. Ich bin dann traurig und verwirrt. Ich würde gerne verstanden werden, statt mit meiner Wahrnehmung alleine zu stehen. Denn mit der Beschreibung der Wahrnehmung startet doch erst das Erklären, was ich mitteilen möchte. Das führte in der Vergangenheit zu Rechthaberei. Verbindung ist so nicht möglich und gegenseitiges Verständnis auch nicht. Wenn du wissen möchtest, was Kriegsenkel:In-sein bedeuten kann, dann lies einen spannenden Bericht über meine Kindheit.

5. Meine 3+ größten Business-Fehler: Hier feiere ich so krass, dass ich mich weiter entwickle. Komfortzonen-Hockerin? SichtbarÄngst? Ungeduldige? Vielleicht erkennst du dich an der ein oder anderen Stelle wieder. Gemeinsam können wir erforschen, was dich am Durchstarten hindert.

So habe ich meine Business-Fehler auf Instagram veröffentlicht.

Mein 2022 in Zahlen

  • Instagram-Follower: 230 Abonnenten, 217 Beiträge
  • LinkedIn Kontakte: 738 Kontakte
  • Facebook-Fanseite: 139
  • Newsletter-Abonnenten: 98
  • Weiterbildungstage: 29
  • Kilometerzahl auf dem Auto: 148.757, 2 Unfälle, eine neue Kraftstoffpumpe
So viele Kilometer sind wir gefahren, einmal Rumänien und zurück.
Mein Instagram-Feed am 06.12.2022

Weitere Highlights aus meinem Jahr 2022

In das Jahr 2022 starten wir in Neukirchen am Großvenediger.
Die Gallenblase hat ausgedient. Es war ein so inspirierender Krankenhausaufenthalt. Mehr im Monatsrückblick.
Ich bin stolz auf meine Eltern. Sie haben so viel geschaffen und mich begleitet.
Thomas bei seiner absoluten Lieblingsbeschäftigung: Pizza machen.
Am Eisernen Steg in Frankfurt gelassen Freundschaft pflegen.
Frankfurt am Main.
Documenta in Kassel wird noch schöner gemeinsam mit Christiane Sören.
Thomas und versuchen instagramable Fotos vor dem Wahrzeichen von Singapur.
In Singapur die Beziehung pflegen.
Ich habe überhaupt keine Ahnung, was es genau bedeutet. Aber ein Pokal ist gut!
Cousinentreffen in Hamburg. Familie ist eine Wundertüte.
Noch mehr Hamburg.
Ich liebe unsere persönliche Tradition, mit dem Bollerwagen loszuziehen, um den Weihnachtsbaum zu holen.

Was wartet 2023 auf mich?

  • Ich starte offline: Mindestens zwei 2-Tages-Grundkurse biete ich an. Die Zertifizierung motiviert mich.
  • Ich wachse organisch: Ich mache mehr Alarm auf Instagram und LinkedIn. Und gleichzeitig werde ich nicht in den Sog geraten, Werbung zu schalten.
  • Ich schreibe 3 Konfliktgespräche, lasse sie supervidieren und gebe im Herbst meine Unterlagen ab: Vernetzen ist wichtig.
  • Ich sorge für meine Gesundheit: Ich hüpfe regelmäßig Trampolin und Yoga. Und ich liebe mein Gewicht.
  • Ich löse einen weiteren Glaubenssatz auf: Nach dem Glaubenssatz ist vor dem Glaubenssatz.
  • Ich hole Coach Kelechie nach Heilbronn: 2023 ist Heilbronn Host-Town und ich bin beim Rundentisch für die Vorbereitung.
  • Ich mache ein professionelles Fotoshooting: Es ist Zeit, mich ins rechte Licht zu rücken.
  • Mein Motto für das Jahr 2022 lautet: einatmen, ausatmen, durchstarten
  • Ich zahle mir ein Gehalt aus: Es ist wichtig, dass ich über meine Finanzen Klarheit habe.

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Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Elma Esrig

    Wir machen beide – unabhängig voneinander – ein Fotoshooting! Und Du bist auch in meinem Rückblick. Auf ein tolles neues Jahr, liebe Jutta

    1. Jutta Büttner

      Liebe Elma, welch eine Ehre. Dann verlinke ich hier deinen Jahresrückblick: https://elma-esrig.com/jahresrueckblick-2022/

      Auf die Bilder von dir und deinen „Trainerkollegen“ freue ich mich. Dein Hof und seine Energie sind einfach eine herrliche Kulisse.

      Auf all die Abenteuer im neuen Jahr. Liebe Grüsse Jutta

  2. Silke Geissen

    Ach du, was für ein schönes Jahr du hinter dir hast. Bewegt, positiv, richtungsweisend! Wie schön, dass ich auch darin vorkommen darf. Wunderbar, dass wir uns kennengelernt haben. Ich freue mich auf das, was wir vorhaben. Es war mir ein großes Vergnügen, deinen Rückblick zu lesen.
    Liebste Grüße aus Hamburg (ich hatte den Kommentar gern gesprochen, aber die Option gibt es noch nicht),
    Silke

    1. Jutta Büttner

      Liebe Silke,
      die Freude ist ganz meinerseits. Deine Stimme bleibt derzeit noch geheim, wird dann aber alle ZuhörerInnen in ihren Bann ziehen.
      Liebe Grüße aus Heilbronn
      Jutta

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