
Ich bin gerade in Asien unterwegs und schreibe über Kambodscha. Jeden Tag ein bisschen – Gedanken, Begegnungen, Momente. Kleiner Reiseführer, keine Top-10-Liste, sondern einfach das, das was ich erlebe. Authentische Empfehlungen, weil ich genau da war und es gut fand. Willkommen in meinem Reis-Tagebuch!
Warst du auch schon in Asien unterwegs? Schreib mir in die Kommentare, welches Erlebnis dich am meisten geprägt hat – oder hast du einen Geheimtipp für mich? Ich bin noch mehrere Wochen hier und antworte auf jeden Kommentar. Vielleicht taucht dein Tipp schon morgen in meinem Reis-Tagebuch auf!
Alle Links sind ohne Hintergedanke oder Vorteil für mich.
Jede Reise startet mit Abenteuer
Tag 1: 14.12.2025
„Das Nackenhörnchen ist im Koffer“ 🧳 es scheint eine Tradition zu werden, dass wir trotz bester Absichten im Flughafen dann doch das preislich überzogene Nackenhörnchen kaufen müssen. (Melde dich, wenn du eines brauchst. Ich habe eine ganze Familie)
Davor lecker essen im Airbräu am Münchner Flughafen. Über die Bahn schreibe ich nichts. Großzügige Zeitplanung beruhigt die Nerven. Und auch hier eine wichtige Tradition: Hinsetzen in die erste Bahn und erst mal die Brote futtern. Vor Nordheim waren die Vorräte verbraucht. Bravo!

Könnte man anders machen, will Mann aber nicht
Tag 2: 15.12.2025
3.25 Uhr – ich kann nicht mehr sitzen. Da hilft kein Drehen und Wenden. Der Sitz ist so hart, mein Becken zu breit, um nach unten zu rutschen. Schlaflose Nacht. Das einzige Ergebnis: Mein Ohrring ist weg.
Das SureStay ist unser erster Anlaufpunkt. Eine Empfehlung, die ich empfehle.
Hat sich denn in Thailand gegenüber Frauen überhaupt nichts verändert? Wir streifen durch die Gegend direkt um unser Hotel. Eine Bar nach der anderen, in der es wohl weniger um Getränke denn um Se**gs geht. Keine Veränderung seit 2017. Nachdenklich plündere ich das Chipsregal im SevenEleven. Da hilft nur snacken.
Echter Tipp: Grab und Saily
Tag 3: 16.12.2025
Buddha satt. Hier steht er, da liegt er. Immer meditiert er. Riesengroß und klein. Ein schlurfender älterer Mann hat sich als Guide angeboten. Kritischen Fragen weicht er aus. Ob der Monarch nicht ein bisschen zu oft Urlaub mache? Lächeln. Er taut auf, als wir nach dem Grenzkonflikt zu Kambodscha fragen. Alle diese Länder Kambodscha, Myanmar und Laos gehörten ursprünglich zu Thailand. Dann seien sie eigenständig geworden. Den Kambodschanern könne man nicht vertrauen, deshalb komme es zu Auseinandersetzungen. Ach, auch hier ein Kommunikationsproblem!
No-Go: die Elefanten-Hose. Überall, wo Touristen sind, da ist sie auch. Ohne Passform. Eine Beleidigung des guten Geschmacks. Und es gibt sie einfach überall. In Deutschland habe ich sie noch nicht gesehen. Daher meine Frage: Wo schlummern sie in Schränken?
Du willst nach Asien? Hol dir auf alle Fälle die Grab-App. Damit bestellst du deine Fahrgelegenheit und bezahlst. Kein Handeln. Du sendest deinen Standort und gibst den Standort ein, wohin du möchtest. Sprachbarrieren überwunden. Thomas ist so entspannt. Dann noch eine e-sim: Saily.
Floating Market und Train-Market
Tag 4: 17.12.2025
„Sie können sich einen Fahrer mieten, den ganzen Tag.“ Wow, so luxuriös habe ich mich lange nicht gefühlt. Der frühe Vogel fängt den Wurm.
Wir fahren aus Bangkok. Über uns auf Stelzen Autobahn. Am Straßenrand selten ein Weg für Fußgänger. Alle Menschen pendeln mit dem Auto in die Stadt.
Erste Station Trainmarket. „Der wurde erst vor ca. 10 Jahren populär durch einen chinesischen Film“ sagt der Fahrer. Da liegen Fische neben Touristennepp. Wahrscheinlich stören wir Touristen die Einheimischen. Freundlich sind sie trotzdem.
Danach zum Floating Market. Eigentlich ist es eine wunderbare Bootstour, wenn du es schaffst die Affen, Elefanten, Krokodile oder Tigervorführung abzulehnen. Ach, da wäre noch der Besuch der Kokoszuckerherstellung oder Elefantenreiten. Thomas verhandelt erfolgreich. Wir fahren nur zum Markt und zurück. Ich bin begeistert. Da verlangsamt sich die Fahrt. Wir halten. Es plätschert hinter unserem Rücken. Auch Bootsfahrer müssen mal und der Inhalt der Blase, zwischengelagert in einer Flasche wird mit einem Schwupp in den Fluss befördert. „Gut, dass man nicht immer mit Handschlag begrüßt wird“ kommentiert Thomas.
Unser Fahrer schlägt vor, den Drachentempel zu besichtigen. Das läge auf dem Weg zurück. Ich bezweifle, dass das meinen Kriterien nach „auf dem Weg“ entspricht. Durch ein Tor aus Drachen fahren wir auf einen unscheinbaren Parkplatz. Der Ort haut mich um. Freundlichkeit und Ruhe strahlen. Durch den Drachen laufen wir spiralförmig 16 Stockwerke hoch, umrunden dreimal Buddha und freuen uns über die Aussicht. Ich bin entzückt.
Zurück in Bangkok werden wir am größten Shoping Center abgesetzt. Nach schlendern durch die verschiedenen Häuser und Stockwerke fahren wir mit dem Skytrain zurück zum Hotel.
Tag 20: 02.01.2026
Die liebste Freizeitbeschäftigung der Khmer: Picknick. Unterwegs an den unmöglichsten Stellen, direkt neben der Straße hält man an, öffnet den Kofferraum und all die mitgebrachten Tüten. Tisch und Stühle werden ausgepackt Los geht der Spaß.
Ich bin Jutta Büttner.
Wertschätzung ist meine Leidenschaft. Es ist das einfachste Mittel, dein Leben entspannt und freundlich zu gestalten. Du wirst zur angenehmen Zeitgenossin, der die Herzen zufliegen.
Lust auf mehr Lesestoff? Hier findest du Wertschätzung ohne Ende.

Wiedersehen mit Line
Tag 5: 18.12.2025
Der Plan ist, entspannt in den Tag zu starten. Denn wir fliegen um 14 Uhr nach Phnom Penh. Dort dann ab ins Hotel, von wo uns Rasmus und Line mit dem Mofa abholen werden. Gemeinsam mit dem Gasthund fahren wir essen. Wie aufregend. Ja, richtig! Ich fahre mit Line auf einem Mofa, während sie vorne zwischen den Beinen einen Hund mitnimmt.
So der Plan. Wir sind im SunandMoon abgestiegen. Line hat dort ihr Fitness-Studio. Das bietet sich an, dass wir gemeinsam dort dann Sport machen (lustig, denn gerade mache ich keinen Sport überhaupt). Das Hotel ist super schön. Falls du buchen willst, nimm das Handy.
Um im Urlaub auf deinen Streamingdienst wie Netflix und Co. Zugreifen zu können, installiere einen VPN-Client. So bestimmst du den Server. Wir schauen Stranger Things und Fargo Staffel 6. Beides wirklich gruselig.
Ich fühle mich wie eine echte Abenteurerin. Denn hinten auf dem Mofa versuche ich die Handtasche zu bewachen. Obwohl mir das Herz ab und zu in die Hose rutscht, genieße ich die Fahrt. Denn es ist unfassbar, wie viel näher ich mich jetzt schon dieser Stadt fühle. Dazu gehört, dass wir Mango-Sticks probiert haben. Das ist der Snack am Abend in der Bar. Früh geerntete Mango (hart und unreif) wird mit Salz und Chilipulver gereicht. Krass gesund statt Chips.

Markthalle
Tag 6: 19.12.2025
Ich soll für Line in Canva ihre Version eines Spendenaufrufs verfassen. Dazu werde ich mich an den Pool setzen. Danach gehen wir zum Markt mit Rasmus als verwegenen Reiseführer. Und dann ist es schon wieder Zeit für das Nachtleben.
Markt Orassey: absolut überwältigend. Gängeweise Stoffe, Schuhe, Haushaltswaren und alles, was sonst noch verkauft werden kann. Dazwischen kleine Stände mit Essen. Ich würde tippen, sie verkaufen hauptsächlich an all die Verkäuferinnen und Verkäufer.
Mittagessen zwischen der Arbeit. Line gibt uns den Tipp für 72. Nicht direkt am Straßenrand sitzen wir (fast) gemütlich. Zum Essen bekommen wir Becher mit Eiswürfeln. Tee steht auf dem Tisch. Ungesüsst. Genau das richtige nachdem mein Kopf nach dem Markt gefüllt ist.
Ich kann mich ja für viel begeistern angetan hat mir die Geschichte einzelner Stücke. Hier der Kopf, dort der Körper in New York. Dann findet es seinen Weg zurück nach Kambodscha, wird registriert und wieder zusammen gesetzt. Es scheint so, dass trotzdem noch viel Kunst seinen Weg nicht zurück hierher gefunden hat.
„Wie wäre es heute mit Yoga?“ fragt Line. Wer könnte da schon widerstehen? Bereits nach 2 Minuten wird mir klar, ich hätte anders entscheiden sollen. Bei der Abschlussentspannung feuern meine Nerven unkontrolliert. Meine Beine zucken. Da hilft heißes Baden und eiskaltes Tauchbecken.
Mein Tipp für entspanntes Essen im Grünen: Malloop. Hunde sind willkommen. Das freut Line und ihren Gasthund. Hier gibt es das Khmer-Nationalessen Lak Lok in der vegetarischen Variante. Meine Empfehlung, wenn du bewusst kein Fleisch essen möchtest. Denn ansonsten sind viele Gerichte mit Fleisch. Line erklärt uns, das Land sei wenig besiedelt und die Haltung von Tieren als Proteinquelle einfach.
Walking Market
Tag 7: 20.12.2025
Reisnudeln gibt es traditionell nur zum Frühstück. Deshalb steht heute genau so eine Suppe auf dem Programm.
Wer Kambodscha besucht, kann an der Geschichte des Landes nicht vorbei. Wir besuchen A21 und killing fields. Es erstaunt mich, dass sich die Weltgemeinschaft lange nicht dazu durchringen konnte, welche Regierung Kambodscha in der UN repräsentiert. Obwohl die Verbrechen bekannt waren dauerte es bis 1991 bis auf dem diplomatischen Parkett eine Lösung gefunden wurde. Ein bisschen schäme ich mich für Deutschland. Aufgrund unserer Geschichte stelle ich mir vor, hätten wir mehr Mitgefühl mit den Opfern haben sollen. Auch hier wurde bürokratisch genau dokumentiert, wer ermordet wurde. Damit keine Rache genommen werden konnte, wurde die gesamte Familie ebenfalls ermordet. Unter Folter wurden Geständnisse erpresst. Denn dann konnte man nachweisen, dass alles zu Recht geschah. Ich bin tief berührt und motiviert mich weiter für Demokratie und Menschenrechte zu engagieren.
Walk Street, eine Attraktion seit 2025, beginnt am königlichen Palast. Man kann auch ein bisschen den Fluss sehen. Das scheint jedoch Nebensache zu sein. Hauptsächlich geht es um Essensstände. Auf diesem Markt wurde Line das Handy stibitzt. Könnte daran liegen, dass sie die Bauchtasche hinten statt vorne getragen hat. Sieht halt besser aus. Daher der Tipp, alles gut festzuhalten oder die Tasche unter dem Hemd zu tragen.
„Wir haben gehört, ihr sprecht deutsch“ zwei junge Männer suchen Deutsche, um die Adventskalender Aufgabe für diesen Tag zu erfüllen. „und wo kommt ihr her?“ „Raum Stuttgart“ „Heilbronn?“ Da sind sie aus Weinsberg und Obersulm. Nach dem Auslandssemester noch in bisschen Asien bereisen.
Am Ende der Walk Street liegt links das Prostitutionsviertel. Wir gehen lieber zurück zum Regierungspalast und genießen einen Straßenzauberer.
Du möchtest Kinder in Kambodscha unterstützen? Bildung ist so wichtig. Natürlich gibt es ein staatliches Schulsystem. Gleichzeitig braucht es für Kinder mehr Unterstützung. Meine Tochter ist 2025 und unterrichtet Englisch
Hier kannst du deine Unterstützung spenden: Sahacom (selbstverständlich mit Spendenquittung)



Oudong – ehemalige Hauptstadt
Tag 8: 21.12.2025
Mit dem Tuktuk nach Oudong, der ehemaligen Hauptstadt, steht heute auf dem Programm. Natürlich gönnen wir uns dafür ein großes Tuktuk: Remorque. Bequem können drei Personen dort sitzen und die Füße hochlegen. Die Fahrt dauert ungefähr 1,5 Stunden. Am Parkplatz werden wir abgesetzt und der Fahrer biete an, dass er gerne auf uns wartet. Wie schön. So besteigen wir den Berg, der von verschiedenen Tempeln gekrönt wird. Unterwegs bieten Kinder Blumen an oder weil ich besonders hilflos aussehe, dass sie mir Luft zu fächeln. Line stellt klar, dass Kinder kein Geld bekommen sollen. Sie sollen in die Schule gehen.
Nach der kleinen Wanderung über einen ganzen Bergkamm essen wir am See. Der Fahrer sucht ein kleines Restaurant aus. Wir zeigen mutig auf die Karte und sind erstaunt, was wir bekommen. Überraschung!
Abkühlung im Pool führt zur Frage: was bringt der Abend. Wir essen im Eleven one kitchen. Ich kann das Nationalgericht Amok probieren. Normalerweise ist es Fisch im Bananenblatt gedämpftes Curry. Hier gibt die vegetarische Variante mit Tofu. Wir gönnen uns noch einen Lemon cake. Nochmal zieht uns Walk Street an. Für uns genau das richtige, wenn du den Markt in Ruhe erleben möchtest. Das Geschiebe und Gedränge ist weg, die Atmosphäre bleibt. Geh ab 21.30 dort hin. In aller Ruhe bummelst du über den Markt. Such dir eine Roof Top Bar (zum Beispiel Rukkha Skybar) Ab 22.30 Uhr wird die Straße wieder für den Verkehr freigegeben. Fahrzeuge aller Art drängen sich, um Stände und Menschen abzuholen. Tisch, Hockerchen, Ware drei Kinder, Mutter, Vater. Und auch der Kinderwagen kommt wieder mit. Es ist unfassbar, was alles in ein Tuktuk passt.
Moto und der Verkehr in Kambodscha
Wenn ich den Verkehr hier in einem Wort beschreiben müsste: Gönnen. Zuerst erscheint es unklar, wie die Regeln hier sind. Manche Ampeln gelten, andere werden nicht beachtet. Moped-Fahrerinnen drängen an Ampeln nach vorne, schieben sich zwischen den Autos und Tuktuks durch. Dabei wird sehr schnell klar. Es funktioniert, weil jeder dem anderen gönnt, anzukommen. Motorradfahrer dürfen schneller sein, Autos überholen. Alle kommen an. Abbiegen bedeutet, einfach abzubiegen. Denn wenn die anderen gönnen, dann lassen sie dich vorbei.
Falls du hierher kommst, dann gönn dir ein Moto und fahre durch die Stadt. Es ist so viel näher dran. Ich habe mich sogar getraut, wie die Einheimischen mit Rasmus und Thomas zu dritt auf einem Motorrad zu sitzen. Sicher sind wir im Hotel wieder angekommen.
Ein bisschen was zum Glauben in Kambodscha
Tag 9: 22.12.2025
Central market ist die erste Anlaufstelle. Im Vergleich zum ersten Markt, der von Großhandel an Kleinhändler verkauft, ist dieser Markt für jede Kundin. Hier lüftet sich das Geheimnis, wie Kühlung in einer so großen Stadt funktioniert. Das Eis wird in Fabriken produziert und geliefert. Bis zu 25 Kilo schwere Eisblöcke rutschen vom LKW in die Halle. Geschickt werden sie gestapelt, gesägt und geschreddert. Alles Handarbeit. Danach flitzen Burschen durch die verwinkelten Gänge und verteilen große und kleine Beutel. So landet es schließlich auf Fisch und Garnelen. Tipp: Wenn der Eiswürfel in deinem Glas spitz gecrasht ist, dann Finger weg. Das ist das Eis für Kühlung. Ist er innen hohl, dann ist es Eis für Getränke mit guter Qualität. Lass es dir schmecken.
Von der Markthalle gehen wir ein paar Schritte zum Wat Phnom. Wobei es wichtig ist: Hier geht frau nicht zu Fuß irgendwo hin. Da parken Motos, Autos oder ein Stand hat seine Stühlchen aufgestellt. Hier wird ein Auto repariert oder die Ware steht bis an den Straßenrand. Ein Fußgängerweg ist auch eine Abkürzung für den Verkehr. Wir schlängeln uns mal auf der Straße mal näher am Haus durch. Straßen überqueren fällt uns mittlerweile leicht. Einfach losgehen, die anderen sehen dich und nehmen Rücksicht. Alles ist erlaubt, außer stehen bleiben.
Wat Phnom ist ein kleiner Hügel. Am Fuße des Hügels verkauft ein Vogelhändler jeweils 2 kleine Singvögel an Gläubige. Nach einem kleinen Ritual werden sie freigelassen und fliegen in den benachbarten Baum. Das bringt Glück. Daneben verkaufen Stände Opfergaben wie Eier, Mandarinen oder Fleisch. Dazu Papierschiffchen. Im Tempel angekommen, werden die Opfergaben auf Teller gelegt. Die Papierschiffchen gefaltet. In einem wirren Gedränge nähert frau sich dem Priester oder irgendwie einer Autorität (denn sie können Segnen, tragen aber keine Gewänder). Er kreist die Papierschiffchen in der Luft, schlägt mehrmals den verneigt stehenden Gläubigen auf Schultern und Köpfe. Die Gaben werden abgegeben. Die Gesichter lächeln. Mir bleibt unklar, was mit all diesem Essen passieren wird, die wieselfink von Helferinnen sortiert und weggetragen werden.
Eine Zeit sitzen wir im Tempel. Eine Frau zückt ihren Lippenstift. Großzügig schminkt sie eine Figur. Geldscheine werden auf die Lippen gedrückt. Der Schein verschwindet im Geldbeutel. Ein anderer wandert in die Hand der Figur.
Wir verlassen Wat Phnom mit einem Tuktuk Richtung Royal Palace. Dort geraten wir in einen Schwarm Schulkinder. Unablässig werden wir mit „Hello“ begrüßt. Fleißig zählen sie bis zehn oder schmettern ein „nice to meet you“. Auf der Treppe vor dem Palast stehen sie diszipliniert für ein Foto. So schön hier. Ich lasse mich zu einer zärtlichen Berührung der Lippen von Thomas hinreissen. 50 Kehlen entfleucht ein „Buh“.
Zurück im Hotel traue ich mich zum Zirkeltraining. Da ich alleine bin, bekomme ich eine Stunde Personaltraining. Das ist wirklich hart. Kein Fehler bleibt ungesehen. Entspannung gibt es dann bei der Gesichtsmassage.
Anschliessend sind wir in der zweiten Vergnügungsstraße unterwegs. Langka Lane. Ein Getränk im Tictic. Dort geht es eine steile Treppe hoch, durch einen Kühlschrank. Danach in die Bar Peaky Blinders. Auf dem Roof spielen wir Binokel.
Seideninsel in Phnom Penh
Tag 10: 23.12.2025
Wir fahren mit dem Tuktuk zur Fähre und setzen über zur Seideninsel. Dort leihen wir ein Moto. In einer wilden Fahrt, Hunden ausweichend brausen wir zur Seiden Community. Ein wirklich gut englisch sprechender Mann begleitet uns über das Gelände. Von der Mitte bis zum Seidenkokon dürfen wir alles anfassen. Hier wird nachhaltig gearbeitet. Die Seidenraupen könnten wir am Markt in Phnom Penh als Snack kaufen.
Zurück in Phnom Penh gönnen wir uns Kaffee und Snacks am Russian market. Ob er nur in Touristenführern oder auch von Einheimischen so genannt wird, bleibt offen. Der Name stammt angeblich davon, dass nach der Herrschaft der Roten Khmer viele russische Ingenieure auf diesem Markt einkauften. Dort soll es alles gegeben haben, was es eigentlich nicht gibt. Wer durch die engen Gänge geht, kann es sich wirklich vorstellen.
Den Markt betrachten wir aus Sundown Social Club. Du hängst dich über die Brüstung und schaust zu, wie hier Geschäfte gemacht werden. Ist dort kein Platz, versuche es im LOT369. Dort ist der Kaffee wunderbar.
Tourismus verändert
Im Gespräch mit unserem Guide in der Seiden Community erfahren wir, dass er vorher Tuktuk-Fahrer auf der Insel war. Touristen kamen mit der Fähre und er lernte von ihnen Englisch. Dann änderte sich der Tourismus. Moto und Fahrrad wurden beliebt. Touristen erkunden die Insel selbstständig. Sein Job erledigte sich. So ist er nun Fremdenführer. Sein Englisch ist beeindruckend.
Weihnachten in Kambodscha
Tag 11: 24.12.2025
Seit einiger Zeit essen wir HotPot zu Weihnachten. Einfach weil es gut vorzubereiten ist (schnippeln von einigen Zutaten, Gemüse, ein bisschen Fleisch vom Metzger). Deshalb suchen wir heute ein Restaurant dieser Art.
Natürlich schreiben wir heute unsere Rauhnachtwünsche. Dazu sitzen wir im Café Eric Kayser.
Mittagessen gibt es im koreanischen Restaurant. Auf Wunsch wird die Suppe in der Schärfe zwischen 1 und 7 zubereitet. Während ich mich mit 2 begnüge, versuchen sich Thomas und Line an 3 und 4. Die Schweißperlen stehen auf unserer Stirn. Wer es scharf mag, ist hier richtig.
Ich habe ein Tief. Alles ist so schön, trotzdem hänge ich heute durch. Der Blues schüttelt mich. Seit zwei Tagen brennen meine Oberschenkel bei jedem Schritt. Das Zirkeltraining war zu viel. Besonders weil ich nicht genug getrunken hatte. Jetzt Jammer ich und wünsche alles ganz anders.
Die Stimmung steigt im HotPotRestaurant. Es gibt so viele leckere Pilze für mich. Dazu noch Mais und Lotusblüte. Suppe macht glücklich. Nachts rufe ich meine Eltern an.





Weihnachtsfeier in der Schule von Line
Tag 12: 25.12.2025
Wir dürfen zur Weihnachtsfeier der Schule kommen. Line hat Schneeflocken gebastelt und wir sind sehr gespannt.
Wir haben eine Führung gebucht, die leider entfällt. Der Guide entschuldigt sich vielmals und schickt sogar ein Foto seiner kranken Mutter. Daher schauen wir uns eine Mall an.
Die Weihnachtsfeier ist gleichzeitig auch Neujahrsfeier. „Durch Bildung könnt ihr der Stolz unserer kleinen Nation werden“ sagt der Rektor der Schule. Die Ansprache bezieht den Krieg mit Thailand mit ein. Wir hier können dankbar sein, dass wir in Sicherheit sind. Thailand ist der Invasor. Kambodscha ist klein und sie, die Schülerinnen können die Wurzel der Nation werden. Die Schule ist Teil von New Future For Children Cambodia. Sie gehört zum Community Education Programm
Es beeindruckt mich, wie klar kommuniziert wird, wie wertvoll Bildung ist. Für das Projekt bewerben sich mehr Kinder als mit der Lehrveranstaltung unterrichtet werden kann. Neben dieser Schule gibt es noch ein Projekt auf dem Land. Damit die Eltern nicht in die Stadt ziehen, um hier als tuktuk Fahrer zu arbeiten oder einen kleinen Laden zu eröffnen. All die Jobs, bei denen sie von einem Tag zum anderen leben. Hier kannst du eine Spende geben, damit das Projekt weitergeführt werden kann. Klassenzimmer gäbe es noch, doch leider fehlen die Lehrer.
Die Lehrer und Lehrerinnen sind herzlich. Die Vorführung ist ziemlich das, was ich auch von den Schulen in Deutschland kenne. Ein Tanz, ein Lied und Übergabe von Zertifikaten. Gemeinsam wird chair dance gespielt (ich kannte es unter Reise nach Jerusalem) und gegessen. Angemeldet waren 65 Kinder, gekommen sind 97. Die Frauen der Küche waren so umsichtig, für 100 Kinder Hähnchenbein, Nudeln und Softdrink vorzubereiten. Geduldig sitzen die Kinder an der langen Tafel und warten auf ihre Portion. Der Rektor stößt mit allen an. „Cheers“ ist ein beliebtes Wort.
Den Abend verbringen wir im Taxi nach Kampong Thom. Ich bin so unorganisiert, dass ich einfach Thomas und Line folge. Es braucht eine Stunde um an den Stadtrand zu kommen. Abends ist der Verkehr unfassbar und diesmal können wir nicht zwischen den Fahrzeugen schlängeln. Um 23 Uhr erreichen wir unser Hotel. In der Halle sitzen noch ein paar Touristen. Ansonsten absolute Ruhe. Hier ist nichts los. Kein Nachtleben.
Kampong Thom
Tag 13: 26.12.2025
Tempel, Tempel, Tempel. Wir sind in Kampong Thom. Mit dem Taxi fahren wir zur Tempelanlage. Dort erwarten uns schon Guides. Ich kann nur empfehlen, sich eine Führung zu gönnen. Denn tatsächlich sprechen sie hier gutes Englisch und geben einen fantastischen Überblick. Sie machen an den richtigen Stellen ein Foto mit deinem Handy. Unser Guide hatte dazu noch wirklich Humor. „Weshalb tragen die Kühe in Kambodscha eine Glocke?“ „Weil das Horn nicht tut“.
Die Anlage wird von Einheimischen gepflegt. Denn die Affen, die hier leben, haben schon lange die Mülleimer als Geheimtipp entdeckt. Sie zerpflücken die Reste, die wir Touristen hinterlassen und versteuen es komplett. Leider kommt das von der Regierung zur Verfügung gestellte Geld für die Reinigung nicht unbedingt hier an. Wie überall versickert es in unklaren Kanälen. Deshalb ist es wichtig, dass wir nicht nur den Eintritt zahlen (geht an den Staat), sondern auch Führer buchen und in der Nähe essen.
Wenn ich so durch die Anlage schreite, die Fremdenführerin erzählt, dass dieser Baum Früchte trage, die die Wirkung von Paracetamol haben, dann bin ich der festen Überzeugung, dass die Menschheit sich nicht linear entwickelt. Es scheint in Wellen zu sein. Eine Sorge überkommt mich, dass wir gerade in der Abwärtsbewegung sind.
Hier scheint es so zu sein, dass die Tempel hinduistisch sind und die Mönche buddistisch. Die Menschen beten zu verschiedenen Gottheiten und machmal werden Gottheiten verschmolzen, so dass frau dann doch wieder nur zu einem Gott betet. Es geht darum ein guter Mensch zu sein, zu meditieren und seinen Geist zu reinigen. Wäre das nicht großartig, wenn wir in der westlichen Kultur stärker daran interessiert wären, gute Menschen zu sein?
Um die Community zu unterstützen und weil unser Fahrer großartigerweise übersetzen kann, essen wir im Schatten der Bäume direkt an der Tempelanlage. Es gibt keine Speisekarte. Auf dem Handy zeigt uns der Wirt Gerichte. Wir tippen mit dem Finger darauf. Die Speisen die erscheinen, haben eigentlich nichts damit zu tun. Während wir in der Hängematte liegen, bereitet die Familie über Holzfeuer Wildschwein, Hähnchen, Wasserspinat und Fisch zu. 25 Minuten für ein opulentes Menue. Dazu gibt es eine Paste aus Tamarinde und einen Mangosalat. Wieder kann ich einen Punkt auf meiner to-want-Liste abhaken. Du kennst dieses spannende Format noch nicht? Hier die Anleitung.
Zurück im Hotel gesellt sich mein Sohn zu uns auf dem Weg von Siam Reap nach Phnom Penh. Sein Weg führt ihn an unserem Hotel vorbei nach Vietnam. Wir freuen uns und führen ihn in das Geheimnis des Binokelns ein. In einer Bar hoch oben über der Stadt endet der heutige Tag bei einer lauen Brise. Natürlich verbrennen wir noch unseren zweiten Rauhnachtwunsch.
Siem Reap
Tag 14: 27.12.2025
Das Frühstück im Hotel hat mich nicht überzeugt. Deshalb überrede ich die Familie, dass wir direkt neben dem Hotel in ein Straßenrestaurant oder Garküche gehe. Da gegenüber eine Schule ist, wird es sicherlich leckeres Essen geben. Und genau so ist es. Freudig kichernd begrüßen uns die drei Frauen. Keine kann eine Sprache, die wir können außer Handzeichen. Schnell richten sie auf einem Teller das traditionelle Frühstück an: Reis, eingelegtes Gemüse, Hähnchenfleisch, ein Spiegelei. Dazu Suppe und Dipp. Wir nehmen drei davon, dazu einen Eiskaffe. Ich fühle mich großartig und genieße das wirklich leckere Frühstück.
Taxi, Taxi, Taxi. Wir sind jetzt den dritten Tag mit demselben Fahrer unterwegs. Freudig holt er uns am Hotel ab und es geht nach Siem Reap. Ankor Wat ist unser Ziel für die nächsten drei Tage. Grandioserweise sind wir nun längere Zeit zu zweit unterwegs. Ich stelle auch diesmal wieder fest, dass Familie wichtig ist und gleichzeitig das Zurückstellen der Bedürfnisse anstrengend ist. Es ist nicht immer ganz freiwillig und fordert seinen Preis. Thomas und ich wollten überlegen, was und wie wir in Zukunft leben möchten. Wie kann es gelingen, all die Bälle zu jonglieren ohne uns zu verlieren?
Die größte Freude des Tages: Die kriegerische Auseinandersetzung zwischen Thailand und Kambodscha werden (zunächst) beigelegt. Ich kenne mich mit den Hintergründen zu wenig aus, dass ich hier eine Meinung vertrete. Deshalb freue ich mich einfach für die Menschen, die jetzt wieder in ihre Heimat zurückkehren können.
Natürlich holen wir uns schon am Vorabend die Eintrittskarte für die Tempel. Damit dürfen wir den Sonnenuntergang fotografieren. Ein Schnäppchen, das wir gerne mitnehmen. Unsere erste Tempelanlage lag komplett im Dschungel. Die größe der einzelnen Anlagen konnten wir nur erahnen. Hier liegt die Anlage frei und die Größe ist überwältigend.
Das Mittagessen in The Hut Phum Steng läßt mein vegetarier Herz hüpfen. Angkor Wat ist die zweitgrößte Stadt von Kambodscha. Hier wird den veränderten Wünschen der Touristen Rechnung getragen. Am Abend essen wir im Banllé. Pad Thai und das Nationalgericht LokLak sind so lecker, auch ganz ohne Fleisch. Danach bummeln wir über den Nachtmarkt. Im Vergleich zu Phnom Penh sind hier die Touristen in der Überzahl. Die Anzahl der Elefantenhosenträger steigt. Das Angebot richtet sich an Touristen: Massage, Motorroller, Fake-Handtaschen aus Krokodilleder und Souvenirs.
„Wir haben das Teppichknüpfen nach Kambodscha gebracht.“ Ich zweifle an der Aussage. Gerne kaufe ich in einem Urlaubsland einen Gegenstand, den wir dann wirklich benutzen. Ein schöner Teppich im Wohnzimmer fehlt noch nach der Umgestaltung. Deshalb schaue ich in die Auslage und werde vom freundlichen Verkäufer indischer Abstammung angesprochen. Nachdem er unser Herkunftsland erfragt hat (eine scheinbar harmlose Frage, die sicherlich die Höhe des Preises bestimmt) stellt sich heraus, dass der Teppich 5.600 Euro kosten soll. Weihnachten und Neujahr könnten zu einem satten Rabatt führen. Mit 4.200 Euro seien wir dabei. Shipping, Versicherung und Steuern seien da mit drin. Gerne fahre er mit uns zu seinem Warenlager. Dort könne er ganz andere Preise geben. Knapp entkommen wir seinen Künsten. Mal sehen, ob wir tatsächlich Kambodscha mit einem Teppich verlassen.
Schlafmangel
Tag 15: 28.12.2025
Kennst du das? Du weisst, es geht schief und trotzdem tust du es. Thomas schnarcht. Das ist eben so. Bisher haben wir vermieden in diesem Urlaub gemeinsam in einem Zimmer zu schlafen. Hier in Angkor Wat wünscht er sich das sehr. Weshalb ist unklar, den ein weiteres Zimmer in unserem Hotel Le Grand Indochine würde 25 Euro kosten. Aus meiner Sicht eine gute Investition. Ich kann nicht mal sagen, weshalb ich mich nicht stärker einsetze. Jetzt sitze ich also im Bett und schreibe statt zu schlafen. Um das Thema abzuschließen: heute gibt es kein weiteres Zimmer. Sie sind ausgebucht. Trotzdem machen es die netten Mitarbeiterinnen möglich, dass wir in eine Zimmer mit getrennten Betten wechseln. Nun stören wir uns nicht gegenseitig mit unruhigem Schlaf.
Wir haben die 3-Tages-Eintrittskarte gekauft und planen in den nächsten drei Tagen die unterschiedlichsten Tempel zu besichtigen neben Ankgor Wat selbst. Für 10 Dollar werden wir ein Motorrad mieten. Das gibt uns die Freiheit, Zwischenstops einzulegen, wann immer wir etwas interessantes sehen.
Wir entscheiden uns, die Tempel anzuschauen, die zu Wasserbassins gehören. Bereits 900 wurden diese riesigen Teiche künstlich angelegt, um die Wasserversorgung zu sichern. Sie werden heute noch genutzt. Natürlich waren sie auch Zentren der Macht und der Religion. Die Tempel sind heute noch zu bewundern. Die Einwohner und ihre Häuser sind komplett zerfallen. Es müssen viele Menschen hier gelebt haben, wenn der Wasserverbrauch so eingeschätzt wurde. Und dann wird die Entscheidung getroffen, dass die Hauptstadt verlegt wird. Schwupp. Die Menschen ziehen um, zurück bleiben nur die Tempel, die heute noch genutzt werden. Sobald frau sich dem Zentrum des Tempels nähert, ist der Geruch von Räucherstäbchen in der Luft.
Für den Sonnenuntergang besteigen wir diesmal einen Berg, der von einem Tempel gekrönt wird. Mit 1000 anderen Menschen freuen wir uns an dem Schauspiel. Ganz ohne Sicherheitskonzept, Krankenwagen oder Feuerwehr laufen wir schwatzend und lachend im Dunklen bergab. Freundlich gibt jeder jedem ein bisschen Licht, läßt ihn mit seinem Motorrad einfädeln und genießt die Zeit.
Touristen und der Scam
Wer in den Urlaub fährt, beschäftigt sich grundsätzlich mit der Frage: was ist der echte Preis oder werde ich über das Ohr gehauen? Denn das gilt es mit allen Mitteln zu verhindern. Wie stände frau den in der Heimat da, wenn es klar wird, dass wir ein leichtes Opfer der trickreichen Einheimischen geworden sind. Selbstverständlich scheinen uns die Preise der Einheimischen zuzustehen.
Wie kann ich meinen Urlaub genießen ohne ständig auf der Hut zu sein und mich wirklich gut fühlen? Meine persönliche Antwort ist, dass es richtig ist, wenn ich als Tourist mehr bezahle. Wer fragt sich schon, weshalb Kinder bis zu einem wahllos festgelegten Alter kein oder weniger Eintritt zahlen. Wenn ich das als fair einschätze, dann kann ich genauso den Touristenaufschlag hinnehmen. Denn tatsächlich ist mein Einkommen komplett anders als das der Bevölkerung hier.
Für Kambodscha kann ich bisher sagen: Die Menschen sind hier herzlich und freundlich. Sie geben korrekt Rückgeld und unterstützen gerne beim Versuch mit den ungewohnten Scheinen umzugehen. Wenn wir einen Fehler machen, dann sehen sie uns das nach. So ist der Tuktuk-Fahrer aufgeregt, den wir total falsch bezahlt haben, aber keineswegs ärgerlich. Statt Dollar haben wir ihn in der Landeswährung bezahlt. Das entspricht 8 Cent. Er wartet vor dem Tempel und wir bezahlen ihn korrekt. Gerne fährt er uns dann weiter.
Über das Land fahren mit dem Motorrad
Tag 16: 29.12.2025
Nach dem Frühstück fahren wir erstmal zum Motorradverleih. Unser Rücklicht geht nicht. Da wir auf´s Land wollen, brauchen wir unbedingt Licht (aus unserer sehr europäischen Sicht – denn hier ist der Verkehr sehr entspannt. Natürlich sind mehr oder weniger beleuchtete Fahrzeuge am Abend unterwegs). Die junge Frau bittet uns 10 Minuten zu warten und fährt mit unserem Roller davon. Nicht mal einen Einskaffe-Kauf später ist sie wieder da.
Heute steht Banteay Srei (Ladytempel) auf dem Programm. Er ist mit dem Motorroller ca. 1 Stunde entfernt. In den Reisebescheibungen wird er als Juwel und schönster Tempel bezeichnet. Genau das ist er auch. Die Dekorationen und steineren Figuren sind so detailgenau. Menschen mögen Symetrie, gerade Linien, florale Verzierungen. Mich ziehen magisch die Türstürze an. 9000 Kilometer entfernt werden genau auf diese Art und Weise Bilderrahmen verziert.
Auf dem Weg liegt das Apopo Informationscentrum. Im Bürgerkrieg wurden Millionen von Landminen dafür benutzt, zunächst die Grenze zu sichern und dann die Bevölkerung zu drangsalieren. In Tansania wurde entdeckt, dass sich die Rattenart Gambia-Riesenhamsterratte (Gambian pouched rat) dazu eignet, auf bestimmte Gerüche zu reagieren. Im Fall der Landminen erschnuppern sie den Sprengstoff, während sie aufgrund ihres Gewichtes, die Landminen nicht auslösen. Davon inspiriert schauen wir uns das private Landminen-Museum an. Aki Ra hat das Museum gegründet. Er selbst hat als Kindersoldat und später Soldat Landminen vergraben. Nach Ende des Bürgerkrieges hat er es sich zur Aufgabe gemacht, Landminen zu entschärfen und den Menschen ihre Lebensgrundlage wieder zu geben. In den Städten verschwanden die Landminen relativ schnell. Auf dem Land sind sie noch immer eine Gefahr für die Bauern und Kinder. Noch immer werden Landminen benutzt, auch wenn sie international verurteilt werden.
Abendessen gönnen wir uns im The Urban. Thomas gönnt sich aus dem Holzofen eine Pizza, während ich Eggplant with Tofu und einen Banana Bloosom Salad esse. Wir schlendern über die Pubstreet zu unserem Hotel zurück. Es sind so viel weniger Touristen da. Die Pubs sind leer, die Musik laut. Wenn hier der Tourismus in seiner vollen Stärke zurück kehrt, ist das Nachtleben sicherlich abenteuerlich.
Mit Reiseführer durch Angkor Wat, Angkor Thom und Thombraider Tempel
Tag 17: 30.12.2025
Wir haben einen Reiseführer gebucht. Denn ich denke, dass wir sonst nicht wirklich verstehen, wie was zusammenhängt. Das hat jetzt zum krassesten Tag im ganzen Trip geführt und ich brauche morgen einen Pausetag, um das alles zu verarbeiten.
Wir starten um 8 Uhr zum Treffpunkt mit unserem Reiseführer. Davor noch kurz am Automaten Geld ziehen. Die Herausforderung: der Automat gibt immer große Scheine raus. Auf die kann mit ziemlicher Sicherheit der jeweilige Händler nicht rausgeben. Daher rein in die Bank und nachfragen, ob gewechselt werden kann. Nach 10 Minuten bricht Thomas das Experiment ab.
Unser Führer ist wirklich interessiert daran, dass wir Kunst, Kultur und Geschichte verstehen. Geduldig erklärt er uns Reliefs, zählt Könige auf und zieht uns in seinen Bann. Irgendwann bin ich abgehängt. Damit du eine Vorstellung vom Humor der Reiseführer bekommst, habe ich ein paar Bilder ausgesucht. Sie zeigen nicht Angkor Thom oder Angkor Wat in seiner Schönheit. Da bin ich fotografisch raus.
Du findest einen Reiseführer entweder über eine der Internetseiten (so haben wir es gemacht) oder sie sprechen dich direkt vor Angkor Wat an. Die Führung bezieht sich auf den inneren Bereich. Wir hatten eine Liste der Tempel dabei, die wir bereits gesehen haben. Das gibt dem Reiseführer die Möglichkeit, andere Sehenswürdigkeiten auszusuchen. Es gibt wirklich so viel zu sehen.
Natürlich ist die aktuelle politische Lage auch ein Thema. Ich stelle fest, ich steige nicht wirklich durch. Es entsteht der Eindruck, dass alle Nachrichten, die wir bekommen, so durch unsere Brille gefärbt ist, dass wir keine Chance haben, zu verstehen. Für unseren Reiseführer ist es klar, dass weder Vietnam noch Thailand freundlich gesinnt sind. Kambodscha sei klein und es hänge immer davon ab, was die Ziele Chinas oder der USA seien. Diese geben Thailand und Vietnam vor, ob es gerade okay sei, kriegerisch vorzugehen oder eben nicht. Im Museum zu den Killing Fields wird die vietnamesische Armee als Befreier gefeiert. Für ihn stimmt das überhaupt nicht. Sie seien nur deshalb einmarschiert, weil China sich nicht mehr für die Roten Khmer interessiert habe. Für den Westen sei es leicht gewesen, wegzuschauen. Sie haben diesen Krieg einfach als Bürgerkrieg bezeichnet. Damit sei es zu einem kambodschanischen Problem geworden. Da gebe ich ihm gerne recht. Das Label entscheidet, wie ich Stellung beziehe. Ein anderer Rahmen und schon ändert sich mein Engagement.

Reisekasse und Geld
In Kambodscha kannst du mit amerikanischem Dollar oder Riel (KHR) zahlen. Zahlst du mit Dollar erhälst du in der Regel Riel als Wechselgeld.
Besorge dir vor der Reise Dollar in kleinen Scheinen (1 oder 5 Dollar Noten). Auf größere Scheine kann in der Regel nicht rausgegeben werden.
Obwohl wir nun schon einige Zeit hier sind, sortiert Thomas täglich unser Geld um sich einen Überblick zu verschaffen. Münzen gibt es keine, denn der kleinste Schein ist 2,5 Cent wert.
Kochkurs in Angkor Wat – Khmer Style kochen
Tag 18: 31.12.2025
Wir haben uns einen Kochkurs gebucht. Für das gute Gefühl geht ein Teil der Kosten an ein gemeinnnütziges Projekt. Siem Reap Countryside Cookingclass wird von Ben, einem wirklich gut englisch sprechenden Regierungsbeamten geführt. Er finanziert ein Waisenhaus (15 Kinder). Dazu kommen 53 unterpriviligierte Kinder, die er in Englisch und Mathematik unterrichtet.
Jetzt zum Event: zuerst fahren wir vom Hotel mit der Remarque zu einem Dorfmarkt. Ben erklärt uns asiatischen Koreander, asiatischen Basilikum (er ist wirklich sauer, dass sich die Bezeichnungen Thai-Basilikum und Vietnam-Koreander durchgesetzt haben. Es würde in seinem Garten wachsen, also sei es asiatisch. Auch er spricht davon, dass Kambodscha als der kleine Nachbar attackiert werde. Er sei in den letzten Tagen in Thailand gewesen. Dort seien 18 Soldaten, die im Juli in Gefangenschaft geraten sind, übergeben worden. Es sei unklar, wie gut es ihnen gehe.) Natürlich gehört es dazu, dass uns Ben verschiedene Gemüsesorten erklärt, die es in Europa so nicht gibt. Kleine runde Auberginen, Finger-Wurzel, Galagant und Palmrohrzucker. Er zeigt uns Eier, die bereits angebrütet sind, gekocht werden und dann ausgelöffelt werden (ein kleines Kücken ist darin). Thomas verspeist mutig eine Seidenraupe und eine Grille. Bei der Schabe ist er sich unsicher. Ich bekomme nichts davon herunter, auch wenn ich wirklich der Meinung bin, dass Insekten unseren Proteinbedarf wunderbar füllen könnten.
Wir kochen Bananenblüten-Salat, Amok und als Nachspeise Kürbis, gefüllt mit Kokospudding (ich recherchiere im Netz, wie der wohl heißt. WTF. Im Netz wird er als Thaispezialität aufgefühlt. Das würde Ben wieder ärgern). Wir fühlen uns wie in einem Kochstudio. Zuerst werden die Zutaten präsentiert. Wir schnippeln ein bisschen mit sehr ungefährlichen Messern, tragen dies und das zur Kochstelle. Es ist herrlich unkompliziert.
Mein Jahresrückblick ist veröffentlicht. Seit 4 Jahren schreibe ich meine Rückblicke. Lass dir also diesen Lesespass nicht entgehen. Ach, ich bin auf mein Jahr 2025 so stolz.
Danach nehmen wir den Nachtbus nach Kampot, da wo der Pfeffer wächst. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass hier zum Jahreswechsel so der Bär steppt. Da mich Silvester zu Hause wirklich stresst (totales FOMO – Fear of missing out), freue ich mich, dass wir gemütlich nach Kampot gefahren werden.
Kochkurs im Kampot Seafood & Pfeffer Coocking Class
Tag 19: 01.01.2026
Wir steigen in Kampot aus. Um 7.30 Uhr spuckt uns der Bus aus. Gepäck abgeben. Jetzt erstmal Kaffee trinken. Dabei fällt mir auf, wie viele alte weiße Männer hier in Cafés sitzen. Es scheint so zu sein, dass auch hier die Rentner sich niedergelassen haben. Irgendwie kann ich mir für mich nicht vorstellen, dass ich einfach den ganzen Tag nichts anderes mache als schlau reden mit den immergleichen Menschen im immergleichen Cafe. Ich stelle mir vor, wie mein Vater oder Schwiegervater etwas zu tun zu haben. Der eine pflegt und hegt seinen Garten, der andere hilft im Malerbetrieb. Nicht mehr 8 Stunden am Tag arbeiten, gleichzeitig schon ein Teil des Lebens sein.
Nach dem Eiskaffee, der hier aus Eiswürfeln, Kondensmilch und einen starken Kaffee besteht, buchen wir einen Kochkurs im Kampot Seafood and Pepper Coocking Class. Kleine Pause im Hotel und schon binden wir uns die Schürzen um. Ich mache Mangosalat, Thom yam Suppe und Sticky Mango Reis. Mit uns kocht eine junge Frau, die für ein Jahr nur reist in 7 asiatische Länder und ein junger Mann, der nur eine 2 monatige Auszeit nimmt. Ihre Geschichten aus dem Hostel lassen mich nochmal mein Hotelzimmer feiern. Nach 2,5 Stunden steht das Menü. Danach einen Absacker in der Sky-Bar. Wir verbrennen unsere Rauhnachtwünsche. Denn auch eine Paartherapeutin sollte ihre Beziehung pflegen.
Kanu-Tour und Pfefferfarm
Tag 20: 02.01.2026
Das ist die absolute Empfehlung dieses Trips nach Kambodscha: Die große Countryside-Tour. 9 Uhr Start am Hotel. Wir fahren am Fischmarkt vorbei. Die Stände werden schon abgebaut. Trotzdem können wir erleben, wie der Markt funktioniert. Der nächste Stopp ist auf der Suche nach einem Salzfeld. Eine Familie fischt. Sie schaufeln das Wasser aus einer Pfütze. So können sie die kleinen Fische einsammeln. Wir fahren noch drei Felder weiter. Zuerst wird über Kanäle das Wasser in große Felder geleitet. Wenn es salziger ist, dann wird es auf die Felder geleitet und die Salzblumen bilden sich. Die Chinesen haben das Wissen nach Kambodscha gebracht.
Die nächste Station ist ein Tempel in den Bergen. Fledermäuse haben sich weiter ins Innere zurückgezogen. Die Touristen stören sie. Der Tempel war ein Versteck vor den Roten Khmer. Noch mehr Geschichte können wir am See spüren. Der See wurde im Auftrag der Roten Khmer angelegt. (Vielleicht erinnerst du dich, sie waren gegen Technik und Fortschritt. Maschinen waren verboten. Da sie allen Menschen misstraut haben, die Lesen und Schreiben konnten, hätte auch niemand die Maschinen warten können. Ich stelle mir vor, wie die Menschen mit Muskelkraft den See gebaut haben) Durch den See konnte der Reisanbau auf zwei Ernten gesteigert werden. Trotzdem sind so viele Menschen verhungert, da der Reis exportiert wurde. Unser Fahrer ist noch damit aufgewachsen, dass die Roten Khmer sich in dieser Gegend versteckt haben.
Über eine staubige Straße gelangen wir zu La Plantation. Für unseren Fahrer steht ein Tuktuk-Home bereit. Während wir die Pfefferplantage besichtigen und die unterschiedlichen Sorten probieren, kann er ausruhen und kostenlos essen. Ein wunderbares Geschäftsmodell, weshalb der Parkplatz dicht gefüllt ist mit Tuktuks. Natürlich wandern einige Tüten Pfeffer und andere Gewürze in unseren Taschen bevor wir die Plantage verlassen.
Langsam bekommen auch wir Hunger. Deshalb ist es geradezu fantastisch, dass wir zur letzten Station unterwegs sind: Einem Flussrestaurant mit Kanuverleih. „Wollt ihr Reis oder Nudeln mit Ei?“ Thomas hätte wirklich gerne Nudeln. Mit einem Blick stellt der Reiseleiter fest „ihr seid die Menschen für Reis.“ Okay. Es gibt gebratenen Reis mit Gemüse und Spiegelei. Gerade reiben wir unsere vollen Bäuche, da werden die Kanus zu Wasser gelassen. Nach einer Runde landen wir wieder am Steg, wo Früchte auf uns warten. Der Sonnenuntergang ist dann das letzte Highlight. Sehr zufrieden endet die Tour am Hotel.
CyberGhost und VPN-Client
Du möchtest im Urlaub auf den Streamingdienst deines Vertrauens wie Netflix & Co. zugreifen können? Dann installiere CyberGhost. Dort kannst du bestimmen, über welchen Server du dich einwählst. Du wählst Deutschland. Et voilá, du siehst deine Serien. Wir schauen gerade Stanger Things und die 6. Staffel Fargo. Gruselig, alles beide.
Countryside und Strandtag
Tag 21: 03.01.2026
Frische Holzfeuer lodern. In heißem Fett werden Krabben knusprig frittiert. Ohne Zögern kaufen wir eine Packung. Denn genau dafür sich wie auf der Schnellstraße ca. 25 Minuten mit dem Moto nach Kep gefahren. Die Krabben sind knusprig. Du bekommst einen Pfeffer-Dip und eine süß-saure Soße dazu. Wir suchen einen Picknick Platz. Genüsslich knabbern wir unsere Krabben. Danach stürzen wir uns nochmal in den Markt. Kundinnen prüfen die Ware. Ich könnte überhaupt nicht beurteilen, ob und welche Krabbe, Garnele oder Tintenfisch frisch ist. So viel Wissen über unsere Lebensmittel ist verloren gegangen im Alltag. Seit dem Kochkurs habe ich beschlossen, dass ich so einen besonderen Schäler brauche, der dünne Streifen von Karotten abhobelt. Tatsächlich werden wir fündig. Jetzt retten wir uns zu einem geeisten Kaffee in eines der Restaurants mit Meerblick.
Ich breche zusammen. Unendliche Müdigkeit überkommt mich. Thomas möchte zur Kaninchen Insel übersetzen und ich merke, dass schaffe ich nicht. Neuer Plan: Hängematte am Strand. Geht auch nicht. Ich bin einfach nicht der Strandtyp. Deshalb ab ins Naturschutzgebiet. Wald! Yeah. Bist du der Typ Meer oder Wald? Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für deinen Kommentar.
Der Eingangsposten ist nicht besetzt und wir trauen uns trotzdem rein zu fahren. ChatGPT schreibt, es sei okay. Wir können unterwegs die Gebühr bezahlen. Weniger hilfreich war KI dagegen bei der Recherche, wie das Motorrad zu starten ist. Wir stehen 10 Minuten da und verstehen es einfach nicht. Einheimische verlieren das Interesse, nachdem auch sie kläglich scheitern. Ich drücke wahllos, es funktioniert. Beim nächsten Stopp leider das gleiche Spiel von vorne. Denn ich weiß überhaupt nicht, was genau die Reihenfolge ist. Da ich dannn durch den Park fahre, ist dir klar: Ich habe das Rätsel gelöst.
Erster Stopp: Ein Aussichtsturm. Ich pausiere im Schatten, während Thomas in schwindelnden Höhen Fotomotive sucht.
Im Led Zep entspannen wir und machen ein Nickerchen. Es ist mittlerweile das einzige noch geöffnete Café am Wanderweg durch den Nationalpark. Das Café bietet Hängematten, Schaukeln und ein Netzbett. Mir fallen die Augen zu.
Frisch gestärkt fahren wir Richtung Höhlen. An der ersten Höhle empfangen uns sieben Jungs. Sie erklären uns mit Handzeichen, dass sie auf unser Motorrad aufpassen. Uns ist völlig klar: Das soll was kosten. Wir haben die Anweisung meiner Tochter im Ohr „Ja nichts geben. Die sollen in die Schule gehen und nicht betteln.“ Einer der Jungs begleitet uns in die Höhle. uns wird klar, aus der Sache kommen wir nur mit einem Schnellstart raus. Raus aus der Höhle, wie der Blitz die Stufen runter und dann das Motorrad unverzüglich starten. Die Meute versucht uns aufzuhalten. Zeichensprache. Zwei Finger an die Augen. Ohne Helm ( der ist noch im Gepäckfach) brausen wir davon.
Die nächste Höhle wird leichter. Nach unweit genießen die Fahrt zurück zum Hotel. kommt ein Auto. Es steigen 5 Erwachsene und zwei Kinder aus. Großzügig kaufen sie Opfergaben. Wir werden nicht beachtet. Leise tappen wir dem Zug durch das Höhlenlabyrinth hinterher.
Wir genießen die Fahrt zurück zum Hotel. Das Seafood & Pepper ist unser Ziel zum Abendessen.
Bokor-Hill Nationalpark
Tag 22: 04.12.2026
Nationalpark mit dem Motorrad erkunden.
Der Tag startet mit so etwas wie gammeln. Frühstück um 9 Uhr. Ich sitze am Rechner und nutze die Zeit, meine aktuellen Blogartikel in Google zu veröffentlichen. Dann noch ein Post in LinkedIn. Thomas bucht zwei Bustickets zu unserer nächsten Station. Ja, das dauert. Es bricht ab, akzeptiert die Karte nicht …. Ich bin ganz erstaunt, denn die Tickets kosten unterschiedlich. Hoffentlich sind wir im selben Bus?!
Heute steht der Nationalpark auf dem Programm. Nach einer kurzen Strecke passieren wir den Bahnübergang. Zwei Menschen streifen sich gerade eine Warnweste über, treten an die Schranken. Ein geübter Blick entdeckt den herannahden Zug. Die Schranke wird heruntergedrückt. Mit lautem Tuten braust der Zug durch. Schranke hochziehen, Weste ausziehen und wieder dem Verkauf von Opfergaben widmen. Wir folgen der einzigen Straße zum Gipfel. Obwohl hier unfassbar viele Touristen unterwegs sind, gibt es viele Stücke, an denen wir komplett alleine fahren. Das ist sehr romantisch. Und wenn du gerne Motorrad fährst, wirst du die Strecke lieben. Am Esten Aussichtspunkt genießen wir guten Kaffee.
Der nächste Stop ist eine Buddha Figur und der schwarze Königspalast von 1936. Lost Place Gefühle kommen auf. Wir passieren ein riesiges Tor. Zwei Serpentinen weiter klappt der Mund auf. Hier scheint alles in chinesischer Hand.
Hier muss ich wohl zum Verständnis ein wenig ausholen. Wenige Kilometer weiter befindet sich Shianoukville. 80.000 der 90.000 Einwohner sind Chinesen. Da in China Glücksspiel verboten ist, wird es verlagert, z.B. nach Shianoukville. Der Hafen gehört zum Projekt „Neue Seidenstraße“. Es entsteht der Eindruck, das chinesische Geld ist Fluch und Segen zugleich.
Ein monströses Casino. Bauruinen übersähen den Berg. Wenn wir den Plakat glauben dürfen, wird hier ein weiteres Hotel und Casino Projekt umgesetzt. Die Größe ist unfassbar. Damit gebaut werden kann, gibt es ein riesiges Areal mit Hallen für das Baumaterial, Zement, Röhren und Bagger. Daneben Gewächshäuser für Blumenkohl und Pakchoi.
Hier wirkt alles unwirklich. In einer Tankstelle probieren wir unsere ersten Fertignudeltöpfe, natürlich chinesische Importware. Im cleanen Verkaufsraum sind wir die einzigen Gäste. Pot aufreißen, heiß Wasser drauf, warten und Gewürze einrühren. Thomas fantasiert von Sauerkraut und Schupfnudeln.
Die Kunden betreten den Raum. Unbeachtet laufen sie durch die Regalreihen. Ohne etwas zu kaufen verlassen sie den Ort. Ich frage mich, wie sich die drei Verkäuferinnen finanzieren. Die Tür öffnet sich. Ein weiterer Verkäufer erscheint.
Wir nehmen noch einen Abstecher zum Wasserfall. Wir zahlen Eintritt. Ordentlich wird das Eintrittskärtchen abgestempelt. Mit dem Kärtchen können wir uns eine Flasche Wasser abholen. Im überdimensionierten Restaurant finden wir die Ankündigung, dass neben dem Casino für chinesische Touristen eine heilige Stätte entstehen soll mit einem 108 Meter großen Buddha. Hier entstehen Häuser, Hotels, eine Wasserabfüllung. Natürlich bekommen wir eine Flasche genau diesen Wassers geschenkt.
Der ganze Berg hinterläßt eine merkwürdige Stimmung bei mir. Bereits in der Kolonialzeit haben die Franzosen hier versucht ihren Stempel aufzudrücken. Jetzt sind es die chinesischen Investoren. Für die Arbeiter bleiben nur häßliche Verschläge und Stockbetten.
Tag 23: 05.12.2026
Wir fahren mit dem Bus über Phnom Penh nach Kampong Cham
Woran erkennt frau, ob die Person wahrscheinlich Kambodschanerin ist? Der Klamotten Stil ist ziemlich eigenartig aus meinen Sehgewohnheiten. Entweder kombiniert Frau Sporttrikots mit bunten Hosen, Handschuhen und warmer Mütze oder sie trägt einen „Schlafanzug“ (Hose mit passendem Oberteil in krassem Muster).
„Uhi, das wird knapp mit dem nächsten Bus“. Thomas schaut auf sein Handy. Nachdem der Bus unterwegs noch weitere Personen aufgesammelt und in Phnom Penh an unterschiedlichsten Stellen abgeladen hat, kommen wir auf eine ordentliche Verspätung. Ich weiß weder Fahrtzeiten, noch wie lange es dauert bis zum nächsten Busbahnhof. Absolut null mental load bei mir.
Jedes Land hat seine Idee, worin sich Luxus ausdrückt. In Kambodscha ist es die Länge der Fingernägel. So ein ganz langer Daumen oder kleiner Finger Fingernagel zeigt, „Ich arbeite nicht mit den Händen.“ besser noch alle sind lang. Unser Busfahrer hat wirklich viele lange Nägel.
Heute hat Thomas Schlafmangel. Deshalb gehen wir es ruhig an. Wie laufen über die Bambusbrücke. Sie wird jedes Jahr nach der Regenzeit aufgebaut und wieder abgebaut. 20.000 Teile. Ich denke, dass kommt hin. Es knarzt bei jedem Schritt. Wir erwischen den Sonnenuntergang.
Tempel und Landleben: Kampot Cham
Tag 24: 06.01.2026
Kampot Cham. Wir müssen in den Markt. Die Busreise hat uns eine Strickjacke und eine Mütze „gekostet“. Ohne Kopfbedeckung bist du aufgeschmissen. Der Plan steht. Wir betreten einen Markt und wollen wirklich etwas kaufen. Unscheinbar von außen, sind wir sofort im Gewirr der Gänge verloren. Das Ziel treibt und an und Minuten später ist eine Dolce & Gabana Mütze für 3 Dollar unser.
Der Staub weht ins ins Gesicht. Jetzt wäre ein Visier hilfreich. Mit dem Motorrad fahren wir 15 Minuten über die gerade teerlose Hauptstraße zum Frauen- und Männerberg. Die Legende sagt, dass Frauen sich den Mann aussuchten. Und mit der Freiheit der Wahl ging die Bürde einher, dass sie die Hochzeitsfeier zahlen mussten. Darauf hatten die Frauen keine Lust mehr. Deshalb wetteten sie mit den Männern. Wer in einer Nacht einen größeren Hügel bauen könne, sei befreit vom Bezahlen der Mitgift. Gesagt getan. Männer und Frauen schleppten Erde. Als die Nacht halb vergangen war, stellten die Frauen an einem langen Bambus eine Laterne auf. Die Männer sahen das Licht, hielten es für den Morgenstern und legten sich schlafen. Die Frauen jedoch arbeiteten weiter und gewannen so die Wette. Es gab sie also immer und überall, die schlauen Frauen.
Zum Tempel auf dem „Frauenberg“ führen 207 Stufen. Oben erwartet uns ein kleiner Tempel und eine Hängematte. Wie sind gemeinsam mit dem Priester alleine hier. Die Aussicht ist phantastisch. Der Wind weht in den Bäumen. Das ist sicherlich der größte Vorteil mit dem Motorrad unterwegs zu sein. Wir können so lange verweilen wie es uns passt. Unten findest du ein Bild einer Tankstelle. Entlang der Straße finden sich Shops. Neben Getränken, Grillspießen und Chips gibt es auch in Flaschen abgefüllt, Benzin für die Mofas. Geschickt wird mit einem Trichter das Benzin eingefüllt.
Auf dem Männerberg zieht uns ein Neubau an. Es ist ein budistscher Tempel. Eine Frau beobachtet uns und schenkt uns Bananen. Ich bin mir unsicher, ob wir sie essen oder opfern sollen. Oder ob es geopferte Bananen sind, die wir den Affen geben sollen. Zuviele Optionen. Ich entscheide mich und esse. Sehr lecker.
Nach einem weiteren Tempel Nokor BaChey und einer Rast im Cafe geht es über die Brücke auf die Insel Koh Pen (oder Koh Paen). Landleben. Bevor wir die Insel verlassen noch ein Abstecher zum Café Pu am Mekong. Thomas bekommt ein warmes Bier mit Eiswürfeln. Er ist wirklich erstaunt. Und dann kommt die Gemüseplatte. Selbstverständlich alles fritiert. Unsere Empfehlung: Pu Café auf der Insel Koh Pen in Kambodscha.
Was der Kambodschaner mag:
- Barbecue
- Picknick
- Mofa fahren, regelfrei
- Tägliche Müllverbrennung, gerne auch mit Plastik
- Hängematte an allen Orten
- Sein Handy und Wifi
- Freundlich sein
- Das kleine Leuchtschwert, zum ein und rauswinken aus Parkplätzen (es wird auch gewinkt, ohne dass jemand da ist) und dazu in die Pfeife trillern
- Seine Musikanlage zum Beschallen der gesamten Nachbarschaft
- Frittieren oder frittiertes Essen
Die Seele baumeln lassen: Kampot Cham
Tag 25: 07.01.2026
Wir drehen noch eine Runde mit dem Mofa. Erste Station ist ein Gebrauchtwarenkaufhaus. Auf die Nachfrage, wo ich denn eine kleine Statue, die Garuda (Er steht für entschiedenes Handeln und Gerechtigkeit) zeigt, kaufen könne, werden ich vom Hotelpersonal dahin geschickt. Ich fühle mich sofort heimelig. Sieht es dort doch so aus wie in der Aufbaugilde Heilbronn. Vor dem Laden müht sich ein Kind mit einem Plastikschlitten ab. Es gibt nichts, was es hier nicht zu kaufen gibt.
Wir fahren Richtung vietnamesische Grenze zu einer Kautschuk-Plantage. Die Fabrik selbst können wir nicht besichtigen. Der Wald steht offen. Die Bäume stehen aufgereiht. Heute ist die Ernte bereits gelaufen. Zwischen den Bäumen sucht eine alte Frau Kautschukreste. Es ist ruhig.
Danach sitzen wir am Straßenrand, genießen einen Milchkaffee mit Eis. Wobei die Milch Kondensmilch ist. Ich habe mich schon länger gefragt, wer heute noch Kondensmilch benutzt. Hier ist es ein Luxus Lebensmittel. Süß und fettig.
Direkt vor uns wechseln vom Rücksitz eines Mofas Muscheln die Besitzerin. Am Nachbarstand wird gekocht. Kunden dürfen jederzeit in die Töpfe schauen. Manchmal gibt es einen Kauf, manchmal nicht. Kleinbusse halten, nehmen Pappkartons mit, die leidlich mit Klebeband zusammengelebt sind. LKWs rauschen vorbei. Das Tempo wird nicht gedrosselt. Was sich in den Weg stellen könnte, wird weggehupt.
Ich durchschaue das System nicht. Ansonsten ist es einfach viel warten und schauen, im Handy scrollen.
Auf geht es zurück nach Kampong Cham. Stellen wir uns der staubigen Straße. Nach wenigen Minuten knirscht es wieder zwischen meinen Zähnen. Auf dem Weg schauen wir uns den französischen Turm an. Er ist innen hohl. Mehr Leitern als Treppen führen nach oben. Als nicht ganz höhensichere Person warte ich unten.
Ein angeblicher Sonnenblumenshop zieht uns am Ufer entlang. Wir entdecken, wie die grillen „produziert“ werden, die es am Markt frisch frittiert zu knabbern gibt. In großen blauen Netzzelten hüpft und krabbelt es.
Jetzt ist es Zeit für einen Nachmittagssnack. Pu Café ist der richtige Platz. Abendessen gibt es im Vive la Pizza Von einem echten Italiener geführt, werden vulnerable Jugendliche angeleitet, eine Pizzeria zu führen. Wir waren in drei Tagen dreimal da. Das liegt sicherlich auch daran, dass Thomas Pizzaliebhaber ist. Die Pizzen sind wirklich gut.
Rückkehr nach Phnom Penh
Tag 26: 08.01.2026
Mit dem Bus fahren wir zurück nach Phnom Penh. Kurz im Hotel die Taschen abstellen und dann nochmal in die Märkte eintauchen. Orasey und Central Market stehen auf der Liste. Im Central Market werden wir fündig. Gleich zwei Garuda-Figuren wandern in unsere Tasche. Im Mangnolia lassen wir uns vegetarisch verwöhnen. Nur 20 Minuten vom Central Market entfernt, gehen wir zu Fuß dorthin. Ein Mann zieht uns in seinen Bann. Er „schreibt“ mit seiner Nähmaschine Namen auf die Bluse, die ihm die Schülerin kurz überreicht. Sie braucht sie für die Schuluniform.
Eine weitere Besonderheit in Kambodscha möchte ich hier beschreiben: Hochzeit. Für eine Hochzeit wird ein großes weißes Zelt aufgestellt. Dazu braucht es einen geraden Untergrund. Das bedeutet im Dorf, die halbe Straße wird gesperrt. Dort steht dann das Zelt. Genauso ist es in Phonm Penh. Gleichgültig, dass hier meist der Verkehr kollabiert. Das Zelt steht halb auf der Straße, halb auf dem Gehweg. Arbeiter tackern Stoffbahnen an und es entsteht ein prächtiger Ort. Wer es sich leisten kann, feiert im Sun&Moon. Auch hier wird romantisch dekoriert.
Wir gehen auf den Wackel. Im CanCan lassen wir uns zeigen, wie der Bachata funktioniert.
Die Teile fügen sich zusammen: Sosoro Museum zum Thema Geld
Tag 27: 09.01.2026
Im Muffin Man erledige ich noch den wichtigen Wunsch auf der to-want-Liste für Kambodscha: Kuchen essen. Ich empfehle Tiramisu-Käsekuchen. Ich musste ihn gegen die anderen Tischgenossen verteidigen.
Was noch fehlt, ist irgenwie so ein historischer Zusammenhang. Den finden wir im Sosoro-Museum. Alles dreht sich um das Thema Geld. Spannend wie ein Thriller. Die Khmer hatten ca. 100 vor Christus Handel direkt oder indirekt mit den Römern, Griechen und Indern. Dann verbesserte sich die Fähigkeit zu navigieren von Schiffen. Die veränderte Route der Schiffe führte dazu, dass der Handel verschwand. Damit verschwand auch die Notwendigkeit für Geld. Stattdessen entstand Ankor Wat und Ankor Thom ohne Geld. Tauschhandel war üblich. Steuern wurden in Ware bezahlt. Erst mit der französischen Besetzung (ja, sie waren gebeten worden, zu helfen und dann haben sie sich mehr genommen, als geplant) wurde das Thema Geld wieder aufgegriffen. Mit der Banque de l’Indochine (Gründung 1875) kam eine Währung und damit die Möglichkeit für Handel, Wohlstand und Aufschwung. Nach dem die Kolonialzeit endete, der König in die Politik eingestiegen war und den Staat überschuldet hatte, konnten die Roten Khmer die Macht übernehmen. Innerhalb von 3 Jahren verlor Kambodscha auf Grund von Hunger und Mord ein drittel seiner Bevölkerung. Maschinen und Geld wurde abgeschafft. Zurück zum Tauschhandel. 1978 beendete Vietnam die Herrschaft der Roten Khmer. Kambodscha wurde den Bündnispartnern der UDSSR zugeordnet. Daher wurde die neue Regierung vom Ausland nicht akzeptiert. Die Währung wurde in Russland gedruckt. Erst durch das Zerfallen des Einflusses der UDSSR bekam Kambodscha die Möglichkeit in der UN sich selbst vertreten zu dürfen (statt durch die Roten Khmer). Jetzt gibt es wieder eine Währung. Gleichzeitig ist der US-Dollar die wichtigste Währung.
Das bringt mich zu der Feststellung, dass jetzt wieder die Welt zwischen drei großen Playern aufgeteilt wird. Nur wenn es diesen Playern gefällt, kann ein kleines Land wie Kambodscha, friedlich Handel treiben.
Kleine Pause am Hotelpool. Abendessen im Elements. Eine absolute Empfehlung. Wir nehmen die Vorspeisenplatte, Rahmen, Curry und Pasta Carbonara. Mein Nachtisch reicht locker für drei.
Heimflug
Tag 28: 10.01.2026
Um 5.45 Uhr klingelt der Wecker. Thomas dreht sich nochmal um. Ich flitze zur Gym im Hotel. Dort hinterlege ich für Line ihre Mütze, Sonnenbrille und ein kleines Geschenk: Ein Täschchen für die Airpods zum Anklippen. Das habe ich aus dem Shop Smarteria. Recyceld aus altem Fischernetz. Den ganzen Urlaub über, habe ich mit einer Handtasche geliebäugelt. Die Herausforderung ist, dass ich bestimmte Werte habe. Ich möchte keine Fake-Tasche, bin aber nicht genug informiert, ob die Tasche eine Kopie ist oder nicht. Außer es steht fett der Markenname drauf und sie kostet 20 Euro. Gleichzeitig bin ich nachhaltig. Hier bin ich dann fündig geworden.
Mit einem luxurösen chinesischen Wagen geht es zum Airport. Derzeit gibt es keine Direktflüge nach Kambodscha. Daher starten wir zunächst nach Bangkok.
„Können wir die Koffer schon abgeben?“ Die Antworten verwirren. Thomas ist da hartnäckig. Ich warte und liebäugle mit einer Massage. Wir sind eingecheckt und gönnen uns eine Lounge. Neben Essen und Getränken gibt es auch eine Nacken- und Kopfmassage. Da erfüllt sich mein letzter Wunsch nach einer Massage doch noch.

Fazit Reise durch Kambodscha 2025/26
Ehrlicherweise gebe ich zu, dass wir ohne das FSJ meiner Tochter nicht nach Kambodscha geflogen wären. Da es so weit weg ist, war die Überlegung alten und neuen Urlaub zusammen zu legen. Das würde ich wieder so machen. Es braucht Zeit, um in diesem Land anzukommen.
Weihnachten war und ist uns ein wichtiger Familientermin. Ob ich es nochmal ausfallen lasse, überlege ich mir gut. Vielleicht nehmen wir beim nächsten Mal alle anderen Kinder auch noch mit.
Die Menwchen in Kambodscha sind freundlich. Wir haben uns immer sicher gefühlt. Auch wenn wir bis zum letzten Tag mit den Scheinen gekämpft haben, ist uns immer korrekt rausgegeben worden. Verkäufer und Tuktuk-Fahrer bieten ihre Dienstleistung an. Ein Nein wird akzeptiert. Hier sind wir aus Maroko hartnäckigere Verfolgung gewohnt. In den Städten Sieam Reap und Phnom Penh ist die Wahrscheinlichkeit hoch, jemanden zu finden, der englisch spricht. Ausserhalb der Zentren sind die Menschen gerne bereit, mit Händen und Füssen zu kommunizieren. Unter Lächeln haben wir immer eine Lösung gefunden.
Du planst ein Abenteuer? Melde dich gerne, wenn du wissen möchtest, was wir als Gepäck empfehlen und was du getrost zuhause lassen kannst.

Auf meinem Blog findest du Wissenswertes über Beziehungen: von Wertschätzung, Empathie, Tipps bei Beziehungsproblemen oder Gefühle. Eben alles rund um Beziehungen, Trennungen, Streiten, Konflikte, Affären.
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Ich bin Jutta Büttner und biete Paartherapie Online und in Heilbronn.



































































































































































































Liebe Jutta,
dein Blog ist wirklich wunderschön und sehr inspirierend! Die Einblicke in dein Leben und deine Erlebnisse in Kambodscha sind spannend und authentisch geschrieben. Man spürt deine Begeisterung für das Land, die Menschen und die Kultur in jeder Zeile. Vielen Dank, dass du uns daran teilhaben lässt – ich lese sehr gerne mit und freue mich auf weitere Beiträge!
Liebe Angela,
ich freue mich, wenn ich dich inspiriere. Heute freue ich mich besonders, da ein Friedensabkommen zwischen Thailand und Kambodscha in Aussicht steht. Die Menschen hier sind so freundlich. Die Tempelanlage Angkor Wat ist so beeindruckend, dass ich mir wünsche, dass viele Menschen sehen und fühlen, wie friedlich eine Nation sein kann.
Deine Jutta
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